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Favre will erfolgreiches Hertha-Team aufbauen | 2007-06-02


Berlin ­ Lucien Favre will Hertha BSC nach einer sportlich enttäuschenden Saison wieder nach oben führen. Es war immer mein Traum, einmal im Ausland zu trainieren, sagte der 49-jährige Schweizer bei seiner offiziellen Vorstellung als neuer Coach des Berliner Fußball-Bundesligisten.

Favre, der einen Drei-Jahres-Vertrag bis 2010 ohne Ausstiegsklausel unterschrieben hat, freut sich auf sein neues Engagement: Hertha BSC war immer ein Verein, der mich fasziniert hat. Es ist eine sehr, sehr große Herausforderung für mich in dieser wunderschönen Stadt eine gute Mannschaft aufzubauen.

Hertha-Manager Dieter Hoeneß bezeichnete Favre, der mit dem FC Zürich zuletzt zwei Meisterschaften in Serie feierte, als Wunschkandidaten. Wir hoffen, dass er das, was er in seinen vorherigen Vereinen erreicht hat, auch bei uns umsetzen kann. Wir wissen, dass er in der Lage ist, eine Mannschaft zu entwickeln und offensiven, aber sehr geordneten Fußball spielen lässt. Zudem legt Favre großen Wert auf Disziplin, die bei den Berlinern in der abgelaufenen Saison zu wünschen übrig ließ. Disziplin ist sehr wichtig für mich ­ auf und neben dem Platz, betonte der neue Coach.

Favre besaß beim Schweizer Club einen noch bis 2008 laufenden Vertrag, machte aber von einer Ausstiegsklausel Gebrauch. Wir werden uns in der nächsten Woche mit den Verantwortlichen des FC Zürich treffen, um diese Geschichte formell abzuwickeln, sagte Hoeneß. Hertha BSC muss rund 200 000 Euro Ablöse zahlen, das Favre-Gehalt soll bei etwa 800 000 Euro pro Saison liegen.

Dem neuen Hertha-Coach fiel der Abschied aus Zürich nicht leicht, zumal er mit dem Team in der Champions League gespielt hätte. Es war sehr, sehr schwierig für mich, den FCZ zu verlassen. Ich habe viele Freunde in Zürich und musste deshalb nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen überlegen, betonte der Coach. Als Co-Trainer an seiner neuen Wirkungsstätte wünscht sich Favre seinen bisherigen Assistenten Harald Gämperle, der noch in Zürich unter Vertrag steht. Wir werden in den nächsten Wochen die Zeit nutzen, um bis zum Trainingsauftakt am 25. Juni eine Klärung zu haben, versprach Hoeneß.

Ob der Schweizer auch Spieler seines Ex-Clubs verpflichten würde, beantwortete er vorsichtig. Ich schaue überall nach Verstärkungen ­ in der Schweiz und im übrigen Ausland. Zunächst gilt aber sein Interesse dem aktuellen Kader: Ich habe bisher nur ein paar DVDs geschaut und muss jetzt ganz schnell die Mannschaft kennen lernen. Favre bestritt 24 Länderspiele für die Schweiz und erzielte dabei ein Tor.


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