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Osnabrück feiert Aufstieg - 2:1 gegen Ahlen | 2007-06-02


Osnabrück - Trainer Claus-Dieter Wollitz zitterte im VIP- Raum, die Fans bangten auf der Tribüne, doch dann kannte der Jubel keine Grenzen: Erst zwei Minuten nach dem 2:1-Sieg gegen RW Ahlen konnte der VfL Osnabrück den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga feiern.

Als sich dann die Kunde von der Schützenhilfe des FC St. Pauli im Stadion verbreitete, rissen die 18 000 Zuschauer die Arme in die Höhe und begannen die Feier zur Rückkehr ihres Vereins in die Zweitklassigkeit nach drei Jahren Regionalliga.

Die Osnabrücker mussten schon während des Spiels gegen Ahlen zittern, denn die Ahlener hatten die Gastgeber früh geschockt und in der ausverkauften Osnatel-Arena durch Musemestre Bamba (11.) die Führung erzielt. Die Gastgeber warfen in der Schlussphase alles nach vorne und kamen durch Tore von Thomas Cichon (80.) und Thomas Reichenberger (86.) doch noch zum glücklichen 2:1-Sieg.

Ich habe den Schluss des St. Pauli-Spiels im VIP-Raum gesehen, das war unglaublich, so einen Puls habe ich seit Jahren nicht gehabt, berichtete VfL-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Ich kann gar nicht beschreiben, wie es in mir aussieht. Im dritten Jahr beim VfL schaffte der ehemalige Bundesliga-Profi bei seiner zweiten Trainer-Station den Aufstieg. Für den VfL, der sich zum Fahrstuhl-Verein entwickelt hat, ist es die dritte Rückkehr in den Profi-Fußball innerhalb von zehn Jahren.

Mit dem späten Sieg gegen Ahlen endete für die Osnabrücker die Saison am letzten Spieltag noch mit einem Happy End. Lange hatte der VfL die Tabelle angeführt und galt nach der Wintermeisterschaft bei der Konkurrenz als klarer Favorit für den Titelgewinn. Doch im letzten Viertel der Spielzeit verspielte das Team den Vorsprung und war so auf die Mithilfe des FC St. Pauli angewiesen, der von den VfL-Anhängern am Samstag lautstark gefeiert.

Mein Dank geht natürlich auch an St. Pauli, die haben eine famose Rückrunden gespielt und uns gerettet, kommentierte Wollitz. Rückblickend sagte der Coach: Das war eine ganz, ganz schwierige Saison. Der Druck wurde zum Schluss immer größer.

Die Osnabrücker boten auch in der letzten Partie keine überzeugende Partie. Das Mittelfeld des VfL zeigte lange Zeit zu wenig Laufbereitschaft und eklatante Schwächen in der Ballbehandlung. Reichenberger und Addy-Waku Menga bekamen im Angriff nur selten brauchbare Anspiele. Wollitz reagierte früh, brachte für den enttäuschenden Hendrik Großöhmichen schon vor der Pause Daniel Chitsuolo und nach dem Wechsel Alexander Nouri für Simon Tüting.

Mit den neuen Spielern agierte der VfL druckvoller. Besonders Spielmacher Nouri, der während der Woche an einer Grippe litt, sorgte für einige gefährliche Aktionen. Die besten Chancen vergaben Menga, der in der 55. Minute an Ahlens Torwart Sebastian Völzow scheiterte, und Chitsulo (68.) mit einem Lattentreffer. Erst zehn Minuten vor dem Ende der Partie erzielte Cichon nach einer Ecke von Nouri das 1:1, ehe Reichenberger mit seinem 17. Saisontreffer den Siegtrefger erzielte. Das war kein gutes Spiel von uns, aber davon redet morgen keiner mehr, sagte Wollitz.


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