Hyéres/Frankreich - Die U-21-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich nur noch eine Minimalchance auf den ersten Halbfinal-Einzug beim Internationalen Turnier von Toulon nach 24 Jahren erhalten.
Das Team von Trainer Dieter Eilts kam nicht über ein 0:0 gegen die Elfenbeinküste hinaus und wartet damit weiterhin auf den ersten Sieg bei dem hochkarätig besetzten Junioren-Wettbewerb. Die Entscheidung fällt im letzten Vorrundenspiel ausgerechnet gegen Gastgeber und Seriensieger Frankreich.
Vor rund 2000 Zuschauern in Hyeres fehlte der DFB-Auswahl wie schon 44 Stunden zuvor bei der 1:2-Auftaktniederlage gegen Japan die Durchschlagskraft. Hinzu kam die vorzeitige Abreise von Stürmer Marcel Heller. Der 21-Jährige vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt musste wegen Rückenbeschwerden die Heimreise antreten. Damit muss Eilts mittlerweile auf elf Spieler verzichten, die eigentlich zum Kader zählen.
Dafür kamen gegen die Ivorer in Daniel Schulz von Union Berlin und Markus Steinhöfer vom österreichischen Club Red Bull Salzburg die Spieler Nummer 49 und 50 in den vergangenen neun Spielen zum Einsatz. Und Debütant Steinhöfer hatte in der zwölften Minute gleich für die erste Chance der deutschen Nachwuchsspieler. Sein Pass landete bei Kevin-Prince Boateng, dessen Schuss der Schlussmann der Elfenbeinküste aber entschärfen konnte.
Beim anschließenden Kopfball von Serkan Calik (33.), der neben Kapitän Eugen Polanski (Borussia Mönchengladbach) und Patrick Ebert (Hertha BSC) als einziger auch gegen Japan in der Startformation gestanden hatte, brauchte der ivorische Keeper gar nicht erst einzugreifen. Calik setzte den Ball im strömenden Regen neben das Tor.
Auf der Gegenseite verlebte auch Deutschlands Keeper Thorsten Kirschbaum (TSG Hoffenheim), der für Florian Fromlowitz ins Tor rückte, gegen die defensiv agierenden Afrikaner einen ruhigen ersten Durchgang. Bei der einzigen Gelegenheit der Elfenbeinküste, die ihr Auftaktmatch mit 0:2 gegen Frankreich verloren hatte, zielte Anoh Attoukora alleine vor dem Tor stehend vorbei.
Nach der Pause - gespielt wird bei dem Turnier 2 x 40 Minuten - verstärkte Eilts noch einmal die Offensive und brachte Dennis Grote (VfL Bochum), Baris özbek (Rot-Weiß Essen) und Rouwen Hennings vom Hamburger SV. Allerdings vergaben erneut Calik (42.) und Boateng (68.) die besten beiden Tormöglichkeiten der DFB-Auswahl.
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