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Schiedsrichter Fandel attackiert - Spanien gewinnt | 2007-06-02


Kopenhagen - Eine Fan-Attacke auf Schiedsrichter Herbert Fandel hat die Qualifikationsspiele zur Fußball-Europameisterschaft überschattet und zum Abbruch des brisanten Bruderduells zwischen Dänemark und Schweden geführt.

Der deutsche Referee hatte in der Partie in Kopenhagen den Dänen Christian Poulsen nach einer Tätlichkeit in der 89. Minute beim Stand von 3:3 des Feldes verwiesen und einen Elfmeter für die Gäste verhängt. Daraufhin wurde er von einem Zuschauer angegriffen. Wie der dänische Fußballverband noch am Abend mitteilte, wird die Partie mit 3:0 für Schweden gewertet.

Das ist ein ganz, ganz schwarzer Tag für den dänischen Fußball. Was Poulsen gemacht hat, kann man nicht entschuldigen, sagte Trainer Morten Olsen. Die Dänen hatten zuvor in einer packenden Aufholjagd einen 0:3-Rückstand ausgeglichen. Nun steht der Titelträger von 1992 vor dem EM-Aus und muss zudem mit einer empfindlichen Strafe durch die Europäische Fußball-Union UEFA rechnen. Nach einer kurzen Unterbrechung waren die schwedischen Spieler wieder auf den Rasen zurückgekehrt. Auf der Anzeigetafel des Stadions Parken wurde aber der Abbruch verkündet.

Schweden übernahm mit 15 Punkten die Tabellenführung in der Gruppe F und hat beste Chancen, sich für das Turnier in Österreich und der Schweiz zu qualifizieren. Dänemark ist hinter Nordirland (13) und Spanien (12), das in Lettland zu einem 2:0 (1:0)-Erfolg kam, mit 7 Punkten abgeschlagen Vierter.

In der deutschen Gruppe D musste Tschechien einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Zehn Wochen nach der 1:2-Niederlage gegen Deutschland kam das Team von Trainer Karel Brückner in Cardiff nicht über ein 0:0 gegen Wales hinaus und büßte damit wertvolle Punkte ein. Trotz des Achtungserfolgs vor 65 000 Zuschauern haben die Briten, bei denen Ryan Giggs seine Länderspielkarriere beendete, als Tabellenfünfter praktisch keine Chance mehr auf die EM-Teilnahme. Mit einer engagierten Vorstellung unterstrichen die Waliser, dass sie auch für die deutsche Mannschaft in den Spielen am 8. September und 21. November ein unangenehmer Gegner sein werden.

Beste Chancen auf die EM-Teilnahme im kommenden Sommer haben auch die Polen. Der deutsche WM-Gegner kam in Aserbaidschan durch einen Treffer des Dortmunders Ebi Smolarek sowie einen Tore-Doppelpack seines Wolfsburger Bundesliga-Kollegen Jacek Krzynowek zu einem schmeichelhaften 3:1 (0:1) in Aserbaidschan und führt die Gruppe A weiter an. Für die EM planen kann auch Kroatien nach einem 1:0-Erfolg in Estland. Mit 16 Punkten führt das Team die Gruppe E vor Russland (14/4:0 gegen Andorra) und Israel (14/2:1 in Mazedonien) an.

Die Türkei erlitt in der Gruppe C einen großen Rückschlag. In Bosnien-Herzegowina musste sich der WM-Dritte von 2002 mit 2:3 (2:2) geschlagen geben. Griechenland mit Trainer Otto Rehhagel übernahm die Tabellenführung. Die auf Rang zwei gerutschten Türken haben in Norwegen einen weiteren Konkurrenten um einen EM-Platz. Die Skandinavier meldeten sich durch ein 4:0 (1:0) gegen Malta im Qualifikationsrennen zurück. Auch Bosnien-Herzegowina kann sich durch den Überraschungserfolg wieder Chancen ausrechnen.


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