London - Chelsea-Trainer José Mourinho kommt um eine Anklage wegen Schiedsrichterbeleidigung herum. Der englische Fußballverband FA teilte mit, keine Ermittlungen gegen den Portugiesen einzuleiten.
Mourinho war dabei gefilmt worden, als er in der Halbzeitpause des Pokalspiels gegen Tottenham Hotspur (3:3) den Unparteiischen Mike Riley verbal attackierte. Medienberichten zufolge soll er ihn auf portugiesisch als Hurensohn bezeichnet haben. Mourinho erklärte anschließend, er habe die Worte nicht beleidigend gemeint, auch wenn man sie als Beleidigung verstehen kann.
Der Schiedsrichter hat uns erklärt, dass es keinen Grund für eine Anklage gibt, sagte ein FA-Sprecher. Mourinho hatte sich bereits auf der Pressekonferenz nach dem Spiel rechtfertigt: Ich sage dieses Wort 50 Mal während eines Spiels und 50 Mal im Training. Ich sage es zu meinen Spielern und zu mir selbst, wenn ich unzufrieden bin. Und in der Halbzeitpause war ich unzufrieden, da wir zu dem Zeitpunkt ausgeschieden waren. Chelsea hatte zur Pause 1:3 zurückgelegen.
Für weitere negative Schlagzeilen sorgte eine Straßenschlacht, die sich rund 40 Hooligans nach dem Derby lieferten. Die Polizei nahm 34 Randalierer fest, mindestens sieben Personen mussten mit Stichverletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden. Scotland Yard vermutet, dass sich die Anhänger beider Clubs im Vorfeld über das Internet verabredet hatten.
Am 19. März tritt der Club von Michael Ballack zum Wiederholungsspiel bei den Spurs an der White Hart Lane an. Der Sieger trifft im FA-Cup-Halbfinale auf die Blackburn Rovers. Im zweiten Vorschlussrundenspiel stehen sich Watford und der Gewinner der Begegnung Manchester United gegen Middlesbrough gegenüber. Mourinho war 2005 nach verbalen Entgleisungen gegenüber dem schwedischen Schiedsrichter Anders Frisk von der UEFA bereits wegen unhöflichen Verhaltens für zwei Champions-League-Spiele gesperrt worden.
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