Münchner Polizei geht gegen Randalierer vor | 2007-03-14
München - Nach einer Massenschlägerei von Fußball-Anhängern in Tirol ist die Münchner Polizei mit einem Großaufgebot gegen die Randalierer vorgegangen.
In einer Razzia durchsuchten 170 Beamte die Wohnungen von 24 Anhängern des FC Bayern München und des TSV 1860 München, wie die Ermittler mitteilten. Ermittelt werde wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung. Die bayerischen Randalierer im Alter von 18 bis 40 Jahren hatten sich am 11. Februar mit österreichischen Fans in Kufstein getroffen und dort eine Massenschlägerei veranstaltet.
Wegen der hohen Polizeipräsenz bei Fußballspielen verabredeten sich die Hooligans inzwischen zu Drittort-Auseinandersetzungen weit entfernt von den Stadien, sagte Polizeivizepräsident Jens Viering. Die Sechziger und die Bayern sind gemeinsam gegen die Österreicher marschiert. Nur vier der beteiligten Fans äußerten sich bei den Vernehmungen zu den Vorwürfen. Die sind alle in ordentlichen Berufen. Man hat Spaß am Schlägern. Eine andere Erklärung gibt es nicht, sagte Viering. Die Auseinandersetzungen liefen nach festen Spielregeln mit Schiedsrichtern ab.
Die Hälfte der Schläger war der Polizei bereits einschlägig bekannt. Ein Zusammenhang zur rechtsextremen Szene werde geprüft, doch haben die Ermittler nach Angaben der Polizei bisher keine entsprechenden Indizien.