Unterhaching trennt sich von Trainer Deutinger | 2007-03-19
Unterhaching - Der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist SpVgg Unterhaching hat nur einen Tag nach der 0:3-Heimniederlage gegen den SC Paderborn 07 die Reißleine gezogen und sich von Trainer Harry Deutinger getrennt.
Der Tabellensechzehnte gab die sofortige Beendigung der Zusammenarbeit mit dem 60 Jahre alten Hachinger Urgestein bekannt. Die Auflösung des Vertragsverhältnisses sei nach einer eingehenden Diskussion der schwierigen sportlichen Situation in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt, teilte der ehemalige Bundesligist mit. Ein Nachfolger für Deutinger steht noch nicht fest. Vorerst werde Co-Trainer Ralph Hasenhüttl das Training leiten, hieß es. Es war bereits der neunte Trainerwechsel in dieser Zweitliga-Saison.
Der langjährige Co-Trainer Deutinger hatte in Unterhaching den Chefposten seit dem 11. April 2005 inne. Er bewahrte die Hachinger in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils vor dem Abstieg in die Regionalliga. Doch auch mit seiner enormen Identifikation mit dem Verein konnte Deutinger die Verantwortlichen nach der ernüchternden Niederlage gegen Paderborn nicht mehr überzeugen. Bis zuletzt hatte der 60-Jährige um seinen Job gekämpft. Ich habe in meinem Leben noch nie aufgegeben, sagte Deutinger. Die SpVgg dankte Deutinger für dessen jahrelange, aufopfernde und ehrliche Arbeit.
Nach der knapp zweiwöchigen Liga-Pause steht für Unterhaching im ersten Spiel nach Deutinger eine ganz wichtige Partie an. Die SpVgg muss am 30. März im bayerischen Derby beim Tabellenvorletzten Wacker Burghausen antreten.