Stuttgart - Roberto Hilbert winkt als nächstem VfB-Profi das Debüt in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Bundestrainer Joachim Löw berief den Mittelfeldspieler in sein Aufgebot für das Europameisterschafts-Qualifikationsspiel gegen Tschechien berufen.
Ich freue mich unglaublich über meine Nominierung, sagte Hilbert, der vom Ausfall mehrerer Leistungsträger beim WM-Dritten profitiert. Außer dem 22-Jährigen gehören dem Kader noch Torhüter Timo Hildebrand und Thomas Hitzlsperger vom VfB Stuttgart an. Bundesliga-Top-Torjäger Mario Gomez, dem bei seiner Nationalmannschaftspremiere gegen die Schweiz gleich ein Treffer glückte, fehlt wegen eines Innenbandrisses im Knie.
Er ist technisch sehr gut und spielintelligent. Dazu enorm laufstark, lobte Löw den Stuttgarter, den er genau wie die anderen Neulinge Stefan Kießling und Gonzalo Castro vor allem in der laufenden Bundesliga-Saison intensiv beoachtet hat.
Löw hatte Hilbert mit seinem Anruf am Vormittag völlig überrascht. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Umso größer war natürlich meine Freude. Das ist einfach sensationell, teilte er auf der Internet-Homepage des Vereins mit mit. Hilbert kommt als Alternative für Bernd Schneider auf der rechten Seite in Frage, meinte der Bundestrainer. Ob er gleich im für den Gruppensieg vorentscheidenden Spiel gegen Tschechien am 24. März (20.45 Uhr) in Prag zum Einsatz kommt, ist fraglich. Wahrscheinlicher erscheint Hilberts Debüt vier Tage später gegen die Dänen in Duisburg.
Der Stuttgarter spekuliert trotz aller Bescheidenheit zumindest auf eine Einwechslung ins Nationalteam: Natürlich gebe ich Vollgas und hoffe, dass es nicht nur beim Training bleibt, sondern ich vielleicht auch zum Einsatz komme. Größere Chancen rechnet sich der verheiratete Franke allerdings für das zweite Spiel gegen Dänemark aus.
In der U 21-Nationalmannschaft gehört Hilbert längst zu den Stammspielern. Nun hofft er, den Sprung ins A-Team zu schaffen. Das ist mein Ziel, sagte er. Ich möchte mich auf Sicht dort etablieren und mich über gute Leistungen beim VfB für Einsätze empfehlen. Konstante Leistungen waren auch die Basis für die erstmalige Nominierung durch Löw.
Bei den Schwaben ist Hilbert, der bislang bei allen 25 Bundesliga-Partien mitwirkte, wenn auch nicht immer über die vollen 90 Minuten, längst eine feste Größe. Damit hatte er nach seinem Wechsel vom Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth im vergangenen Sommer nicht unbedingt rechnen können.
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