Wien - Österreichs Fußball droht nach der Rückgabe von 28 Zählern an den Erstligisten Grazer AK per Einstweiliger Verfügung durch ein Gericht der Sturz in eine tiefe Krise.
Ligakonkurrent Superfund Pasching schloss einen Rückzug aus der höchsten Spielklasse nicht mehr aus. Wir haben dieses Thema durchdiskutiert. Denn das Hickhack rund um die steirischen Vereine ist derart schädlich, dass es gescheiter ist, dass einmal einer geht, sagte Pasching-Präsident Franz Grad.
Mit diesem einmaligen Zeichen will man offenbar gegen die Vereinspolitik der beiden in der Krise steckenden Grazer Clubs AK und Sturm protestieren. Die Grazer feiern ja Konkurse, als ob sie bei den Olympischen Spielen Gold gewonnen hätten, sagte Grad der österreichischen Nachrichtenagentur APA.
Ein möglicher Abnehmer der Pasching-Lizenz könnte wohl der FC Kärnten sein, der derzeit auf Rang sieben der Red-Zac-Erste-Liga liegt. Es laufen Gespräche, aber es gibt noch nichts Konkretes. Wenn die Kärntner aber sagen, sie machen mit, dann ist es vielleicht eine Lösung, sagte Grad.
Dem Grazer AK waren im März wegen Insolvenz, Verstößen gegen Lizenzauflagen und ungeklärter Gehaltsforderungen insgesamt 28 Punkte aberkannt worden. Auch Sturm Graz wurden 13 Zähler aberkannt, im Gegensatz zum Lokalrivalen aber nicht wieder zugesprochen. Um die Abstiegs-Frage in der Bundesliga durch viele drohende Porozesse nicht über das Saisonende hinauszuziehen, sprach sich GAK-Anwalt Wolfgang Rebernig mittlerweile für eine Aufstockung der Liga von zehn auf zwölf Vereine aus.
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