Gelsenkirchen - Tabellenführer FC Schalke 04 hat mit einem glücklichen 1:0 (0:0) im Spitzenspiel der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart einen wichtigen Schritt zum erhofften Gewinn der ersten deutschen Fußball-Meisterschaft nach 49 Jahren gemacht.
Eine Woche vor dem Gastspiel bei Titelverteidiger Bayern München konnten die Königsblauen vor 61 482 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena durch das Tor des Tages von Mladen Krstajic (76. Minute) den Abstand zum schwäbischen Verfolger auf sieben Punkte vergrößern. Die Stuttgarter müssen nach vier Spielen ohne Sieg nun um einen Champions-League-Platz bangen.
Die Begegnung hatte lange Zeit keineswegs das Niveau eines Spitzenspiels, sondern war beeinträchtigt von zahlreichen technischen Mängeln und Fehlpässen auf beiden Seiten. Nach zwei Heimniederlagen ließen vor allem die Schalker den absoluten Siegeswillen fehlen und agierten alles andere als meisterlich. Trainer Mirko Slomka, der vor der Partie seinen Vertrag bis 2009 verlängerte, konnte erstmals nach langer Verletzungspause wieder Linksverteidiger Christian Pander aufbieten, der ein ordentliches Comeback feierte. Dagegen musste er weiterhin auf Gustavo Varela und Peter Lövenkrands verzichten.
Von den wenigen Chancen in der ersten Hälfte gingen alle auf das Konto der Gastgeber. In der vierten Minute schoss Mesut Özil unbedrängt und allein vor Stuttgarts Torwart Timo Hildebrand aus wenigen Metern über das Gehäuse. Beim 18-Meter-Schuss von Zlatan Bajramovic (31.) und einem Kopfball von Kevin Kuranyi (36.) konnte der VfB-Keeper mit glänzenden Paraden den Rückstand verhindern.
Auch die Stuttgarter hatten zunächst wenig zu bieten und blieben in den ersten 45 Minuten ohne Torchance. Der Ausfall von Nationalspieler Mario Gomez (Bänderriss/Handbruch) machte sich in der Offensiv-Abteilung schmerzlich bemerkbar. VfB-Chefcoach Armin Veh hatte neben Cacau den Schweizer Marco Streller, von dem aber wenig Gefahr ausging, im Sturm aufgeboten. Kompensieren mussten die Schwaben auch den Ausfall von Serdar Tasci.
Viel Glück hatte der Titelaspirant aus Gelsenkirchen nach dem Wiederanpfiff. Erst verfehlten Fernando Meira und Pavel Pardo knapp das gegnerische Tor, dann traf Thomas Hitzlsperger aus 25 Metern nur den Pfosten. Doch den etwas ausgelaugt wirkenden Schalkern glückte nach einer Ecke durch Krstajic aus dem Gewühl heraus mit einem Abstauber-Tor doch noch der schmeichelhafte Siegtreffer. Keine großen Akzente konnte der nach fast halbjähriger Verletzungspause erstmals wieder eingewechselte Nationalspieler Gerald Asamoah setzen.
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