Jena - Das böse Foul im Fußball-Zweitliga-Spiel FC Carl Zeiss Jena gegen TuS Koblenz bleibt ohne juristisches Nachspiel. Leendert van Steensel (Jena) verzichtet auf eine Zivilklage gegen Anthony Tieku.
Der Ghanaer (Koblenz) hatte van Steensel mit einem Fuß-Tritt niedergestreckt und ihm dabei eine schwere Gehirnerschütterung zugefügt, sich dann am Montag telefonisch beim Niederländer entschuldigt. Es tut mir leid, was passiert ist. Ich hoffe, dass du so schnell wie möglich wieder mit deiner Mannschaft trainieren kannst, sagte Tieku.
Van Steensel, der am Montag aus dem Klinikum Koblenz entlassen worden war und noch mindestens bis zum Wochenende mit dem Training aussetzen muss, akzeptierte die Entschuldigung. Auch der FC Carl Zeiss wird das Foul, für das der Koblenzer die Gelbe Karte sah, nicht juristisch verfolgen.
Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hat uns unmissverständlich klar gemacht, dass es sich um eine Tatsachenentscheidung handelt, die im Nachgang nicht korrigiert wird, erklärte Präsident Rainer Zipfel nach einer mehrstündigen Vorstandssitzung. Das Thema sei damit für den Verein erledigt.Ich bin dennoch enttäuscht, dass solch ein brutales Foul, bei dem eine schwere Verletzung eines Gegenspielers billigend in Kauf genommen wird, vom Schiedsrichter nicht mit einem Platzverweis geahndet wird.
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