Frankfurt - Zocker, Zauberer, Zauderer: Am Rande der Vorbereitung der Nationalmannschaft auf das Länderspiel in Tschechien war auch über das rein sportliche hinaus einiges zu beobachten.
KOPFSCHUTZ: Nach der schweren Schädelverletzung des Kollegen Petr Cech probierte auch Jens Lehmann im Training jenen Kopfschutz aus, den der tschechische Torhüter vom FC Chelsea jetzt in jedem Spiel trägt. Seine Einschätzung für zukünftige Einsätze fiel allerdings mehr als zögerlich aus: Eigentlich ist es sinnvoll, aber so lange einem das noch nicht widerfahren ist, spielt man ungern damit, begründete Deutschlands Nummer 1 seinen Verzicht auf weitere Versuche. Es ist sehr gewöhnungsbedürftig, meinte Lehmann.
GUTER ZWECK: Erstmals präsentierten sich Bastian Schweinsteiger und Jens Lehmann in den DFB-Shirts mit der Aufschrift Gewalt hat keine Fans. Die Nationalmannschaft will mit dieser Aktion in den kommenden Tagen ein klares Signal gegen die zuletzt wieder zugenommene Gewalt in den Fußball-Stadien setzen. Von den Hemden hat Partner adidas nur zehn exklusive Exemplare hergestellt, die nach dem Länderspiel am 28. März in Duisburg gegen Dänemark verziert mit den Autogrammen aller Nationalspieler für einen guten Zweck versteigert werden sollen.
BEGEGNUNGSABEND: Um die U-21-Nationalmannschaft noch näher an die A- Auswahl heranzuführen, trafen sich beide Teams in Frankfurt zu einem gemeinsamen Spiele-Abend. Der Zauberer Wolff Baron Keyserlingk zeigte den Spielern einige Taschentricks, die Profis selbst versuchten sich in Black Jack, Roulette und Poker. Einige sind sicher frustriert von den Tischen aufgestanden, vor allem vom A-Team. Die U 21 hat absolut dominiert, verriet Bundestrainer Joachim Löw. Als beste Zocker erwiesen sich die Junioren Eugen Polanski (Gladbach) und Manuel Neuer (Schalke), dann folgte Philipp Lahm (Bayern).
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