Wiener Neustadt - Der dritte Erfolg im fünften Spiel seiner neu formierten U 21-Nationalmannschaft konnten Dieter Eilts nicht besänftigen. Nach dem 5:2-Sieg des DFB-Nachwuchses in Österreich war der Trainer mit der Leistung seiner Elf überhaupt nicht einverstanden.
Mit dem Resultat bin ich natürlich zufrieden, mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, jedoch nicht. Die Mannschaft hat heute nicht ihr wahres Gesicht gezeigt, sagte der DFB-Coach nach der mäßigen Partie in Wiener Neustadt gegen eine schwache österreichische Mannschaft.
Wir hatten viele Mängel im Spielaufbau, viele ungenaue Pässe. Man hat gemerkt, dass der ein oder andere Spieler nicht im Rhythmus ist, beklagte Eilts, der aus verschiedenen Gründen auf einige Spieler verzichten musste, die er gern im Team gehabt hätte. So fehlten die Hertha-Profis Kevin-Prince Boateng und Ashkan Dejagah, Aaron Hunt (Werder Bremen), Gonzalo Castro (Bayer Leverkusen) und Serdar Tasci (VfB Stuttgart).
Dennoch hatte die deutsche Elf die Partie nach einer halben Stunde durch die beiden Treffer von Mustafa Kucukovic (SpVgg Greuther Fürth) und Marc-Andre Kruska (Borussia Dortmund) gut im Griff, ehe die Österreicher ihre wenigen Chancen nutzten. Besian Idrizay kurz vor der Pause per Foulelfmeter und Marko Stankovic kurz nach dem Wechsel schafften den 2:2-Ausgleich. Die Treffer von Robert Fleßers (Borussia Mönchengladbach), Serkan Calik (Rot-Weiß Essen) und Rouwen Hennings (Hamburger SV) bescherten dem DFB-Team dann in der Schlussphase noch einen mühelosen Erfolg. Eine gute Mannschaft gewinnt auch mal ein schlechtes Spiel, befand Kapitän Eugen Polanski.
Damit hat das in diesem Jahr in drei Begegnungen unbesiegte deutsche Team gute Aussichten auf den Turniersieg der seit fünf Jahren etablierten Internationalen Spielrunde. Vor der letzten Partie gegen die Schweiz am 25. April führt die deutsche Auswahl die Tabelle mit 10 Punkten vor Italien (10), der Schweiz (3) und Österreich (3) an und kann sich mit einem Erfolg gegen die Eidgenossen zum dritten Mal den Gesamtsieg sichern.
Im Vordergrund steht für Eilts nach der verpassten EM-Endrunde im Juni in den Niederlanden jedoch die optimale Vorbereitung auf die am 7. September beginnende Qualifikation für die EM 2009 in Schweden. Der DFB-Coach hat zuvor nur noch beim Internationalen Turnier in Frankreich (31. Mai bis 9. Juni), dem Spiel gegen die Schweiz und 27. März in Düsseldorf gegen Tschechien die Möglichkeit ein homogenes Team zu formen. Wir wollen die Mannschaft noch enger zusammenführen. Ich hoffe, dass es gegen die Tschechen besser wird, sagte Eilts.
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