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Littmann bleibt St. Paul-Präsident - Drei neue Vize | 2007-03-25


Hamburg - Die zerstrittenen Führungsgremien des FC St. Pauli haben sich auf einen Kompromiss geeinigt: Corny Littmann bleibt Präsident des Hamburger Fußball-Regionalligisten und arbeitet mit dem vom Aufsichtsrat eingesetzten kommissarischen Präsidium zusammen.

Das ist das wichtigste Ergebnis der außerordentlichen Mitgliederversammlung. Neue Vizepräsidenten sind der Hamburger Unternehmer Stefan Orth, der zunächst als kommissarischer Präsident bestimmt worden war, Ex-Profi Carsten Pröpper und Andreas Wasilewski. Das Quartett soll bis zur Jahreshauptversammlung im Oktober im Amt bleiben. Der Vorschlag, gemeinsam mit Littmann den Verein zu führen, kam von Orth.

Aus dem siebenköpfigen Aufsichtsrat werden drei Mitglieder zurücktreten. Einer von ihnen ist Holger Scharf. Ich kann nicht damit leben, dass Littmann, der in so eklatanter Weise gegen die Satzung verstoßen hat, weiterhin Präsident ist, sagte Scharf.

1400 Mitglieder waren der Einladung des Präsidiums ins Congress Centrum Hamburg (CCH) gefolgt und wurden Zeugen einer hitzigen Debatte um die Macht im Verein. Wegen des Andrangs konnte die Versammlung erst 30 Minuten später beginnen. In ihren Berichten legten sowohl das Präsidium als auch der Aufsichtsrat ihre gegensätzlichen Ansichten zur Vereinspolitik dar.

Vizepräsident Markus Schulz steht dem Fc St. Pauli nicht mehr zur Verfügung. Ich erkläre meine Tätigkeit für den FC St. Pauli mit dem heutigen Tag für beendet, verkündete das für Finanzen zuständige Präsidiumsmitglied. Im Gegensatz zur Präsident Corny Littmann hat Schulz mit dem FC St. Pauli abgeschlossen. Ich tue mir das nicht weiter an, mich für meine intensive Arbeit in der Öffentlichkeit auch noch verhauen zu lassen, sagte Schulz. Littmann überreichte seinem Vize für dessen Verdienste um den Verein eine lebenslange Sitzplatzkarte für die Heimspiele im Millerntorstadion.

Aus den Berichten der rivalisierenden Gremien ging Littmann als Punktsieger hervor. Ich bin ein Macher. Manche werden mich aus als Dampfwalze empfinden. Wir müssen beim FC St. Pauli keine elf Freunde sein, sagte der Präsident, der sechs Tage zuvor vom Landgericht Hamburg in seinem Amt bestätigt worden war. Littmann räumte jedoch ein: Die Angriffe auf meine Person in letzter Zeit haben mich getroffen. Aufsichtsratschef Michael Burmester konnte den Mitgliedern die angeblichen Verfehlungen und Satzungsverstöße des Präsidiums nicht plausibel machen.


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