Kontroverse um Namen von Südafrikas WM-Städten | 2007-03-28
Johannesburg - Im WM-Gastgeberland Südafrika ist eine öffentliche Kontroverse um die Namen der neuen Austragungsorte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ausgebrochen.
Der Kap-Staat, der nach der demokratischen Wende zahlreiche Städte- und Straßennamen umbenannt hat, hatte sich noch mit den alten Namen der Städte Pretoria und Port Elizabeth bei der FIFA um die WM-Austragung beworben. In der Zwischenzeit wurden beide Städte jedoch in Tshwane (Pretoria) und Nelson Mandela Bay (Port Elizabeth) umbenannt.
Pretoria heißt nur noch ein Stadtteil von Tshwane, während Nelson Mandela Bay den Großraum von Port Elizabeth und der Nachbarorte Uitenhage und Despatch umfasst. Der Stadtdirektor von Nelson Mandela Bay beschwerte sich nach Angaben der Zeitung Herald Online, dass er auf offiziellen WM-Dokumenten stets den Stadtnamen habe korrigieren müssen. Das Nationale Organisationskomitee (NOK) habe dagegen auf die Rechtslage hingewiesen und auch auf Probleme für Touristen.
Nach einer Unterredung mit dem zuständigen Minister, Sydney Mufamadi, schlug das NOK eine Kompromisslösung vor. Die Verwaltungen beider Städte lehnten diese jedoch ab. Sie erklärten, die WM sei eine gute Gelegenheit, die neuen Namen auch international bekannt zu machen.