Mönchengladbach - Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel: Nach dem 1:1 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt wusste niemand bei Borussia Mönchengladbach, ob er sich über den Punkt freuen oder ärgern sollte.
Für uns ist dieses Unentschieden eigentlich zu wenig. Zumal viele Konkurrenten nicht gepunktet haben, befand Gladbachs Trainer Jos Luhukay nach dem erst durch den Last-Minute-Treffer durch Federico Insua (90.) gesicherten Remis gegen den Mitkonkurrenten. Als weiterhin abgeschlagener Tabellenletzter verpasste der Traditionsclub vorerst den Anschluss an die rettenden Plätze und rückt dem zweiten Bundesliga-Abstieg nach 1999 immer näher.
Dabei sahen die Gastgeber nach der frühen Frankfurter Führung durch den fünften Saisontreffer des Verteidigers Sotirios Kyrgiakos (11. Minute) lange Zeit sogar wie der sichere Verlierer aus. Erst nach der Gelb-Roten Karte gegen den griechischen Eintracht-Profi (87.) gelang Insua der Ausgleich. In der siebenminütigen Nachspielzeit hatten beide Teams sogar noch die Möglichkeit zum Siegtreffer.
Natürlich ist das für die Jungs bitter, mit einem Punkt nach Hause zu gehen, wenn sie drei gebraucht hätten, sagte Christian Ziege. Aber es ist unglaublich schwer in dieser Situation, wenn du gewinnen musst, bei 0:1-Rückstand vor 50 000 Fans Fußball zu spielen, meinte der Gladbacher Sportdirektor.
In den verbleibenden sieben Spielen unter anderem gegen Topteams wie Schalke 04, VfB Stuttgart und Bayern München benötigt die Borussia wohl fünf Siege, um weiterhin erstklassig zu bleiben. Es ist immer möglich, eine Serie zu starten. Wir müssen dran bleiben und Herz zeigen, sagte Nationalspieler Marcell Jansen.
Ein Hoffnungsträger dabei ist Oliver Neuville, der nach dreieinhalbmonatiger Verletzungspause sein 30-minütiges Comeback feierte. Außerdem verhalf Trainer Luhukay den A-Junioren Moses Lamidi (19 Jahre) und Marko Marin (18), der gleich die Vorarbeit zum Ausgleich lieferte, zum Bundesliga-Debüt. Das war eine tolle Sache für die beiden. Sie haben ihren Einsatz gerechtfertigt, befand Sportdirektor Ziege.
Verärgert war Heribert Bruchhagen, obwohl die Hessen mit dem Remis im Plan bleiben. Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie einen Sieg nicht so leichtfertig aus der Hand gibt, sagte der Frankfurter Vorstandsvorsitzende mit Blick auf den kurz vor dem Gegentreffer des Feldes verwiesenen Kyrgiakos. Der Grieche hatte sich vor dem Foul, das zum Platzverweis führte, trotz Ermahnung des Schiedsrichters eine Gelbe Karte wegen Spielverzögerung eingehandelt. Der Innenverteidiger fehlte dann beim Ausgleichstor von Insua, der per Kopf traf.
Der in der hektischen Schlussphase von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) auf die Tribüne verbannte Eintracht-Coach Friedhelm Funkel hingegen sah die Lage wesentlich entspannter. Wir können mit dem Punkt sehr gut leben und sind auf einem guten Weg, den Klassenverbleib in den nächsten Wochen perfekt zu machen, sagte Funkel nach dem vierten Spiel in Serie ohne Niederlage.
Kölner Frust nach Pokal-Pleite gegen OffenbachKöln gibt noch nicht auf - 3:0 gegen WolfsburgHenry-Tore wecken FrankreichFrankfurt startet mit 4:0 gegen Luzern in UEFA-CupDeutscher Fußball plant chinesische WocheEM-Vorbereitung läuft auf HochtourenKapitän Kahn nimmt DFB-Elf in die PflichtBremen antwortet auf Hoeneß-AttackeChemnitz verliert 0:1 in DüsseldorfFIFA-Mitglied Bhamjee beschuldigt Funktionäre1433 |
1110 |
1771 |
1012 |
1879 |
13548 |
13151 |
13907 |
13602 |
13140 |