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Leverkusener Haudegen besiegen Mainzer Kollektiv | 2007-04-01


Mainz - Der Generationen-Mix machts: Mit zwei Haudegen und einem Jungspund ist Bayer 04 Leverkusen durch den 3:1 (2:0)-Sieg im Bundesligaspiel gegen den FSV Mainz 05 auf Erfolgskurs geblieben.

Allen voran Torwart René Adler, Doppel-Torschütze Sergej Barbarez sowie der mit fußballerischer Finesse einmal mehr begeisternde Nationalspieler Bernd Schneider bewahrten die Rheinländer vor einer Niederlage gegen den nun wieder ganz tief im Abstiegsstrudel steckenden FSV Mainz 05. In der ersten Halbzeit müssen wir ganz klar hinten liegen und können uns bei René Adler bedanken. Sonst hätten wir schon nach 20 Minuten nach Hause fahren können, meinte Kapitän Schneider.

So trat der UEFA-Pokal-Aspirant aber nach 90 kuriosen Minuten mit drei Punkten und viel Selbstvertrauen (Bayer-Stürmer und Ex-Mainzer Andrej Woronin) die Heimreise an. Vor dem Viertelfinalspiel im UEFA-Pokal gegen CA Osasuna befindet sich die Werks-Elf in einem Hoch. Seit fünf Spielen (vier Siege, ein Unentschieden) sind die 04er aus Leverkusen ungeschlagen. Die 05er aus Mainz sind dagegen zwar noch immer die erfolgreichste Rückrunden- Elf, aber in den vergangenen beiden Spielen ohne Punkt geblieben. Die Folge: Von einem Abstiegsrang trennt sie nur noch ein Zähler. Wir werden aber nicht den Fehler machen und aus dem Spiel mehr als das für uns beschissene Ergebnis ableiten, betonte Trainer Jürgen Klopp.

Denn letztlich war es die individuelle Klasse von Spielern wie Schneider, die über die kollektive Kampfeslust der Gastgeber vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion siegte. Der 33-Jährige bereitete den Auftakttreffer von Barbarez (42.) vor, der zwei Minuten später erneut traf, und besorgte mit einem herrlichen Freistoßtreffer das dritte Leverkusener Tor (52.). Es wäre vermessen zu sagen, dass Bernd immer auf diesem Niveau spielt, kommentierte Trainer Michael Skibbe die Leistung seines Leitwolfs: Er wird nicht hektisch. Er hat immer eine klare Idee, was er machen möchte. Er ist ein toller Spieler, der auch sehr gut eingesetzt wird.

Voll des Lobes war Skibbe nach der Partie, die genauso gut 3:1 für Mainz hätte enden können, auch für seinen Keeper Adler. Alle Achtung, meinte der ehemalige DFB-Coach. Denn sein 22 Jahre alter Schlussmann brachte mit seinen Glanzparaden die Mainzer Angreifer schier zur Verzweiflung. Zwei mussten drin sein, meinte FSV-Mann Markus Feulner, dessen Tormöglichkeiten allein für zwei Spiele gereicht hätten. Allerdings hatte Adler auch Glück. Denn ein Handspiel nach einer halben Stunde außerhalb des Strafraums ließ Schiedsrichter Peter Sippel (München) ungeahndet. Löblich aber Adlers Offenheit: Es war nicht absichtlich. Ich musste rankommen.

Machtlos war er bei Mohamed Zidans Anschlusstreffer eine Viertelstunde vor Schluss. Das noch einmal entfachte Aufflammen Mainzer Leidenschaft reichte aber nicht mehr aus, um die Leidenszeit im Kampf gegen den Abstieg nervenschonender zu gestalten. Es wird aber auf keinen Fall einen Knacks und es wird auch keine Grabenkämpfe oder Schuldzuweisungen geben, unterstrich Kapitän und Torwart Dimo Wache nach der ersten Heimniederlage in diesem Jahr.


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