Leipzig - Das muntere Wechselspiel an der Tabellenspitze der Fußball-Regionalliga Nord setzt sich fort. Der VfL Osnabrück eroberte die Führung mit einem 3:1-Erfolg bei Hertha BSC Berlin II zurück.
Dabei profitierten die Niedersachsen von der 0:2- Niederlage des Hamburger SV II bei Kickers Emden und der 1:3- Heimschlappe des Wuppertaler SV gegen den 1. FC Magdeburg. Auch der VfB Lübeck hat im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg erneut einen Dämpfer erhalten. Die Hanseaten unterlagen daheim mit 0:2 (0:2) gegen den FC Rot-Weiß Erfurt.
Vor 5 100 Zuschauern im Stadion an der Lohmühle traf Dominik Kumbela in der 15. Minute zur Gäste-Führung, ehe er in der 40. Minute den Endstand markierte. Für die Thüringer war es der erste Sieg in diesem Jahr. Die Lübecker mussten nach drei Siegen zum Einstand von Trainer Uwe Erkenbrecher nun die zweite Niederlage hintereinander hinnehmen. In der Tabelle steht Lübeck nun auf Rang vier mit zwei Zählern Rückstand auf einen Aufstiegsplatz.
Mit diesem hochverdienten Sieg haben wir uns alle Aufstiegschancen erhalten, sagte Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz und lobte den Teamgeist: Wir hatten endlich wieder eine Mannschaft auf dem Platz. Davon war bei den Wuppertalern diesmal wenig zu sehen. Nach gutem Anfang patzte die Abwehr von Coach Uwe Fuchs gegen den dreimaligen Magdeburger Torschützen Aleksandar Kotuljac. Wenn man so leichtfertig spielt, darf man sich nicht beklagen, befand Fuchs. Magdeburgs Trainer Dirk Heyne hatte trotz des Erfolgs viele technische Fehler gesehen. Aber wir standen in der Abwehr gut und hatten einen Kotuljac, begründete Heyne den Erfolg, mit dem seine Mannschaft wieder im Aufstiegsrennen ist.
Den Aufstieg in Sichtweite haben auch die Emdener, die gegen den HSV II ihr schnellstes Regionalliga-Tor erzielten. Radovan Vujanovic traf in der ersten Minute und Nermin Celikovic besorgte schon eine Viertelstunde darauf den Endstand. Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr, lobte Kickers-Coach Marc Fascher. Wir hätten noch eine Stunde spielen können und doch kein Tor geschossen, grantelte HSV- Trainer Karsten Bäron.
Union Berlin kam zu Hause zwar über ein 1:1 gegen Rot-Weiß Ahlen nicht hinaus, blieb aber bereits zum siebten Mal nacheinander ungeschlagen. Für Union-Torwart Jan Glinker endete jedoch eine Rekordphase von 528 Minuten ohne Gegentor. Trainer Christian Schreier war mit dem Remis nicht zufrieden. Aber Dank der Steigerung in der zweiten Halbzeit war der Punkt verdient. Die Leidenschaft dieser Truppe ist einmalig, sagte der Union-Coach. Ahlens Heiko Bonan war hingegen angesäuert, weil wir zwei Punkte verschenkt haben.
So wie Union wittert auch Dynamo Dresden wieder Morgenluft. Mit dem 3:2 bei Borussia Dortmund II gelang der erste Auswärtssieg unter Trainer Norbert Meier. Dagegen patzte Fortuna Düsseldorf mit 0:2 bei Werder Bremen II. Wir haben den Kampf vermissen lassen, befand Fortuna-Trainer Uwe Weidemann.
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