Real Madrid verlangt Schutz vor ETA-Terroristen | 2007-06-06
Madrid - Die Aufkündigung der Waffenruhe der baskischen Untergrundorganisation ETA hat die Fußballer von Real Madrid in Terrorangst versetzt.
Wie das Sportblatt Marca berichtete, verlangte der spanische Rekordmeister für sein Punktspiel am 10. Juni bei Real Saragossa besondere Sicherheitsvorkehrungen. Der Flughafen, das Quartier der Königlichen und das Stadion La Romareda sollten auf Sprengstoff abgesucht werden, forderte der Sicherheitsbeauftragte des Clubs, Julio Cendal. Der Mannschaftsbus der Madrilenen solle 24 Stunden am Tag von der Polizei beschützt werden. Bei der Partie in Saragossa dürfte eine Vorentscheidung im Kampf um die spanische Meisterschaft fallen. Reals Titelrivale FC Barcelona tritt am vorletzten Spieltag im Lokalderby gegen Espanyol an.
Die ETA hatte ihre vor 14 Monaten erklärte Waffenruhe aufgekündigt und mit neuem Terror gedroht. Real Madrid gilt als ein potenzielles Ziel von ETA-Anschlägen. Die Organisation hatte im Mai 2002 beim Halbfinalspiel der Champions League Real gegen FC Barcelona eine Bombe vor dem Bernabéu-Stadion gezündet und 19 Menschen leicht verletzt. Im Dezember 2004 wurde die Arena auf Grund einer ETA- Bombendrohung während eines Punktspiels geräumt. Die Drohung erwies sich später als falsch.