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Cottbus-Coach Petrik Sander vor Schicksalsspiel | 2007-09-19


Cottbus - Chefcoach Petrik Sander geht nur 146 Tage nach dem sensationellen Erstliga-Verbleib offenbar in sein persönliches Endspiel beim Fußball-Bundesligisten Energie Cottbus - offiziell weiß der 46-Jährige von einer möglichen Beurlaubung aber noch nichts.

Alle Informationen habe ich aus der Presse - und die werde ich nicht kommentieren, sagte Sander der dpa und ergänzte: Mit mir hat noch niemand gesprochen. Mit zwei Punkten steht der FC Energie in der Tabelle derzeit auf Rang 17. Wir brauchen dringend sportlichen Erfolg. Gegen Wolfsburg müssen drei Punkte her. Da hat der Trainer auch keine andere Meinung, erklärte Manager Steffen Heidrich vor dem Heimspiel gegen die Niedersachsen.

Offiziell bestätigte der FC Energie das Ultimatum für den Trainer drei Tage vor dem Schicksalsspiel nicht. Wir müssen gewinnen, alles andere wird man danach sehen, sagte Heidrich. Es ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, betonte Sander, der sich mit seiner eigenen Perspektive nicht beschäftigen will. Ich kann mich nicht mit Nebenkriegsschauplätzen und dem ganzen Drumherum beschäftigen. Ich beschäftige mich wie immer nur mit der Mannschaft. Ich sehe keine Grund, alles über Bord zu schmeißen, erklärte der Cottbuser Cheftrainer, der nach seiner Assistenz-Zeit unter Eduard Geyer seinen Chef im November 2004 beerbt hatte.

Heidrich wollte mit dem Energie-Präsidium und besonders Clubchef Ulrich Lepsch alle Möglichkeiten nochmals durchsprechen: Wir brauchen eine klare Linie. Die schon lange schwelenden Differenzen zwischen Sander und Lepsch waren im Sommer offen ausgebrochen, als der Trainer die gescheiterten Verhandlungen zu seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung öffentlich gemacht hatte. Zudem verkaufte Energie die Torgaranten Sergiu Radu und Vlad Munteanu nach Wolfsburg. Mit zehn Neuzugängen gingen die Lausitzer das nächste Abenteuer Klassenverbleib an. Dass der Trainer nun bereits nach sechs Runden in Frage steht, überrascht die Prominenz von Armin Veh bis Franz Beckenbauer.

Sander will mit einer stark veränderten Elf gegen die Wölfe die Wende schaffen. Die Mannschaft wird ein anderes Gesicht haben, kündigte der Trainer an. Zwar werde sein Team nicht mit elf neuen Spielern auflaufen, aber im Vergleich zur Besetzung des Stuttgart- Spiels wird es einige Veränderungen geben, verriet Sander.


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