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Wehen verpasst vorzeitigen Aufstieg - Kassel siegt | 2007-04-22


Leipzig - Enttäuschte Gesichter beim SV Wehen: Der Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga Süd hat am 28. Spieltag den fest eingeplanten vorzeitigen Aufstieg in die 2. Liga verpasst. Die Mannschaft von Trainer Christian Hock kam gegen den SSV Reutlingen nicht über ein 0:0 hinaus.

Reutlingen hat gehofft, dass wir schon in Feierlaune sind. Und genau so haben wir uns in der ersten Hälfte präsentiert, schimpfte Wehens Trainer Christian Hock. Reutlingens Torwart Marco Langner machte die Aufstiegsparty zunichte, als er in der 68. Minute einen Strafstoß von Hajrudin Catic parierte.

Der Tabellenführer liegt sechs Spieltage vor dem Saisonende aber weiter mit großem Vorsprung an der Spitze. 17 Punkte trennen Wehen von einem Nichtaufstiegsplatz, den die Stuttgarter Kickers (42 Punkte) nach dem 0:0 gegen den FK Pirmasens belegen. Auch der Verfolger TSG Hoffenheim (53) befindet sich auf Zweitliga-Kurs. Die Schützlinge von Trainer Ralf Rangnick setzten sich vor eigenem Publikum problemlos mit 3:1 gegen den SC Pfullendorf durch. Das war unser bestes Heimspiel in diesem Jahr, sagte Rangnick. Bei den Gästen, die durch die Niederlage wieder auf einen Abstiegsplatz abrutschten, sah Fabian Gerster wegen Handspiels die Rote Karte.

Weiterhin für Furore sorgt der FC Ingolstadt. Der Aufsteiger gewann beim VfR Aalen mit 1:0 und stoppte damit die Erfolgsserie der Mannschaft von Trainer Edgar Schmitt. Für den früheren Bundesligaspieler war es erst die dritte Niederlage, seitdem er zum Rückrundenauftakt den Trainerposten der bis dahin abstiegsbedrohten Aalener übernommen hatte. Diese Niederlage ist kein Beinbruch, sagte Schmitt. Ingolstadts Coach Jürgen Press lobte sein Team: Der Erfolg kann als Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt gewertet werden, betonte Press nach dem siebenten Auswärtssieg.

Einen dringend benötigten Erfolg erzielte der TSV 1860 München II beim 3:0 gegen die Sportfreunde Siegen, mit dem die Löwen die Abstiegsplätze verließen. Wir haben jetzt noch sechs Endspiele und müssen nachlegen. Sonst bringt dieser Sieg gar nichts, forderte Manuel Duhnke, der den Torreigen in der 16. Minute eröffnete. Hessen Kassel (39) entschied das Abstiegsduell gegen den 1. FC Saarbrücken (34) deutlich mit 3:0 für sich und vergrößerte seinen Vorsprung auf die Abstiegszone auf sechs Zähler. Dagegen liegen die Saarländer nur noch einen Zähler vor den Abstiegsplätzen.

Dort stehen Pfullendorf (33) und Darmstadt 98 (32), das 0:2 bei der SV Elversberg unterlag, sowie Pirmasens (25) und der 1. FC Kaiserslautern II (9). Die bereits als Absteiger feststehenden Pfälzer müssen indes nach der 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern München II weiter auf den ersten Saisonsieg warten.


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