Bochum - Der VfL Bochum hat im Kampf um den Klassenverbleib neue Hoffnung geschöpft und die Abstiegsplätze der Fußball-Bundesliga verlassen. Die Mannschaft von Trainer Marcel Koller feierte einen 2:0 (2:0)-Erfolg gegen Hannover 96.
Damit verbesserten sich die Bochumer nach dem zweiten Heimsieg in Serie vom 17. auf den 14. Tabellenplatz. Erneut erwies sich Top-Torjäger Theofanis Gekas als Sieggarant für die Bochumer. Mit seinem 14. Saisontor leitete der Grieche vor den Augen seines Nationaltrainers Otto Rehhagel den wichtigen Erfolg ein (36. Minute) und übernahm damit auch die alleinige Führung in der Bundesliga-Torschützenliste. Den zweiten Treffer steuerte der Kameruner Joel Epalle (42.) bei. Nach zuletzt vier sieglosen Spielen sind die UEFA-Cup-Plätze für den Tabellen- Siebten aus Hannover dadurch in fast unerreichbare Ferne gerückt.
Wir haben mit viel Leidenschaft gespielt und dem Gegner nicht viele Möglichkeiten gelassen, sagte Koller nach seinem 50. Bundesliga-Spiel als Trainer. Wir standen defensiv sehr gut, hätten aber vielleicht noch ein Tor nachlegen sollen, um für Sicherheit zu sorgen. Mangelnde Torgefahr seiner Elf machte Hannovers Schlussmann Robert Enke als Hauptgrund für die Pleite aus. Mit diesem Ergebnis ist der UEFA-Cup abgehakt, sagte Enke. Vier Tage nach seinem starken Länderspiel-Debüt gegen Dänemark war er an den Gegentreffern machtlos. Wir haben ganz ansehnlich gespielt, hatten aber keine echten Torchancen. Die Niederlage war absolut unnötig, aber wenigstens haben wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun.
Dabei erwischten die Gäste vor 42 177 Zuschauern den besseren Start. In einer insgesamt enttäuschenden ersten Hälfte strahlte das Team von Dieter Hecking zunächst mehr Torgefahr aus, konnte die wenigen Chancen aber nicht nutzen. Ein Freistoß von Silvio Schröter (3.) ging knapp über die Latte, den Schuss von Jan Rosenthal (19.) konnte VfL-Torwart Jaroslav Drobny abwehren. Die Bochumer dagegen setzten im eigenen Stadion mit Konterfußball die Akzente. Und die ersten beiden Torchancen nutzten Gekas und Epalle und sorgten mit einem Doppelschlag für die überraschende Führung.
Nach dem Wechsel reagierte Hecking auf das harmlose Offensivspiel seiner Elf und brachte den früheren Bochumer Vahid Hashemian als zusätzlichen Angreifer. Doch auch diese Maßnahme änderte nichts: Die Niedersachsen hatten mehr Spielanteile, aber keine gefährlichen Tormöglichkeiten. Auch der Iraner Hashemian blieb an alter Wirkungsstätte nach seiner Einwechslung blass. Der VfL beschränkte sich in den zweiten 45 Minuten nur noch darauf, seinen Vorsprung zu verwalten. Das Spiel wurde immer zerfahrener und war auf beiden Seiten geprägt von Fehlpässen und zahlreichen Fouls. Einziger Höhepunkt war eine Großchance der Gastgeber drei Minuten vor Schluss. Doch Gekas vergab aus aussichtsreicher Position.
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