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Aussprache zwischen DFB und Platini Mitte April | 2007-04-05


Stuttgart - Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird am 16. April mit UEFA-Präsident Michel Platini zusammenkommen, um die Unstimmigkeiten der vergangenen Wochen zu beseitigen.

Es ist eine gute Gelegenheit, um einige grundsätzliche Fragen und auch Missverständnisse der jüngsten Vergangenheit zu erörtern, sagte DFB- Präsident Theo Zwanziger mit Blick auf das Treffen.

Initiator der Aussprache war UEFA-Vizepräsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Ich habe das angeregt, und Michel Platini ist gleich darauf eingegangen, sagte Mayer-Vorfelder der dpa. Der ehemalige DFB-Chef wird ebenfalls an dem Treffen in der UEFA-Zentrale in Nyon in der Schweiz teilnehmen.

Die Differenzen zwischen dem DFB und dem Kontinentalverband waren nach der Wahl Platinis zum UEFA-Chef beim Kongress am 26. Januar in Düsseldorf aufgekommen. Zwanziger hatte zunächst Platinis schließlich abgewählten Vorgänger Lennart Johansson unterstützt und sich dann kritisch zur Wahl des Franzosen geäußert. Mayer-Vorfelder stand hingegen auf der Seite Platinis, der ihn prompt mit auf den Posten des Vizepräsidenten bei der UEFA hob. Damit ist der nationale und internationale Einfluss des 74-Jährigen, der bis 2009 gewählt wurde, wieder gestiegen. Seinen Platz im Exekutivkomitee der FIFA muss Mayer-Vorfelder jedoch Ende Mai für Franz Beckenbauer räumen.

Mayer-Vorfelder sagte, dass so manche Reaktion auf die Wahl Platinis nicht glücklich gewesen sei. So hatte Platini-Förderer Joseph Blatter, Präsident des Weltverbandes FIFA, den DFB für seine Kulissenarbeit kritisiert und Zwanziger aufgefordert, Mayer-Vorfelder nicht wie einen Fremdling zu behandeln.

Zwanziger hatte unmittelbar nach der Kampfabstimmung gesagt, Platini sei lediglich von kleinen Nationen mit weniger als hundert Einwohnern gewählt worden. Diesen Kommentar bezeichnete er jedoch selbst später als überzeichnet. Vor dem Treffen mit Platini schlug Zwanziger versöhnliche Töne an. Ich habe keine Zweifel, dass der DFB in Zukunft vertrauensvoll und gut mit Platini zusammenarbeiten wird, sagte der DFB-Chef.

Platini wurde kurz nach seiner Wahl auch schon zum DFB-Bundestag am 25./26. Oktober in Mainz eingeladen, bei dem Zwanziger im Amt bestätigt werden soll.


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