München - Der Endspurt im Aufstiegsrennen der 2. Fußball- Bundesliga wird allmählich zur Massenveranstaltung. Nach dem siegreichen Spitzenduo Karlsruher SC und Hansa Rostock legten auch die Verfolger SpVgg Greuther Fürth und SC Freiburg nach.
Die Franken kletterten durch das 2:1 bei Kickers Offenbach vorübergehend sogar auf einen Aufstiegsplatz. Endgültig im Aufstiegsrennen angekommen ist auch Neuling FC Augsburg, der Erzgebirge Aue mit 3:0 abfertigte. Der Sieger des Spitzenspiels des 27. Spieltags zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem MSV Duisburg kann noch an Fürth und Freiburg vorbeiziehen.
Im Gleichschritt mit dem Spitzenduo bewältigte das Team von Noch- Trainer Benno Möhlmann das Gastspiel in Offenbach: Nach der Führung durch Thomas Kleine (8.) besorgte Niko Bungert (35.) für die Kickers den Ausgleich. Martin Lanig (87.) machte mit seinem späten Treffer den glücklichen Sieg für die Franken perfekt. Heute freue ich mich, weil wir gewonnen haben, sagte Trainer Benno Möhlmann. Ich bin aber nicht euphorisch, weil wir einfach nicht gut gespielt haben.
Weiter im Aufwind ist auch Freiburg, das sich beim Tabellenletzten Eintracht Braunschweig glanzlos mit 2:0 durchsetzte. Seyi Olajengbesi (63.) und Alexander Iaschwili per Foulelfmeter (75.) trafen für die Breisgauer. Es ist ein Freudenfest, dass wir so gut sind, freute sich Trainer Volker Finke. Für die Niedersachsen, bei denen Dietmar Demuth erstmals auf der Bank saß, scheint der Absturz in die Drittklassigkeit besiegelt.
Endgültig im Aufstiegsrennen angekommen ist Augsburg: Die Schwaben fertigten im Verfolgerduell Erzgebirge Aue mit 3:0 ab. Doppel- Torschütze Leonhard Haas (2./52) und Felix Luz (55.) trafen für den Aufsteiger, der nur drei Punkte hinter den Aufstiegsrängen liegt. Von Aufstieg wollte Trainer Rainer Hörgl aber nichts wissen: Ganz oben sind wir nicht, sagte Hörgl. Aber wir sind auf einem guten Weg.
Ich habe großen Bammel vor dem Spiel gehabt, gestand KSC-Trainer Edmund Becker nach dem 2:1 beim SC Paderborn. Zwei Wochen nach der 1:3-Heimpleite gegen Rot-Weiß Essen brachten die Gäste den Sieg mit viel Routine, aber auch viel Glück nach Hause. Es ist nur noch ein ganz kleiner Schritt, äußerte Torschütze Michael Mutzel Bundesliga-Vorfreude. Nach drei Remis in Serie siegte Rostock 2:1 beim FC Carl Zeiss Jena und hat neben dem KSC die besten Karten im Aufstiegskampf.
Erst nach einer Energieleistung kam der 1. FC Köln im rheinischen Derby vor 48 000 Zuschauern gegen Aufsteiger TuS Koblenz zum Sieg. Stefan Maierhofer hatte die Gäste (9.) in Front gebracht, Ricardo Cabanas (65.), Jung-Nationalstürmer Patrick Helmes (71.) und Milivoje Novakovic (88.) drehten die Partie aber noch. Einen gelungenen Trainer-Einstand feierte Marco Kurz mit dem TSV 1860 München: Der neue Löwen-Coach kam bei Rot-Weiss Essen zu einem 2:0-Erfolg. Josh Wolff (46.) und Berkant Göktan (51.) trafen für die Gäste. Durch die fünfte Heimpleite verpasste Essen den Sprung von den Abstiegsrängen.
Eine 1:4-Klatsche musste Rückkehrer Werner Lorant beim Trainer- Einstand mit der SpVgg Unterhaching bei Wacker Burghausen hinnehmen, doch trotz der Pleite war der 58-Jährige zuversichtlich. Wir haben noch so viele Spiele. Am Schluss wird gefeiert. Burghausen schöpft nach vier Spielen ohne Niederlage wieder Mut im Abstiegskampf.
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