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BVB kämpft gegen den Absturz | 2007-04-02


Dortmund - Borussia Dortmunds Kampf gegen den Absturz in der Fußball-Bundesliga geht in die nächste Runde. Sollte der BVB in die Zweitklassigkeit abrutschen, droht neben der sportlichen Offenbarung erneut ein finanzielles Fiasko, das gerade eben erst abgewendet wurde.

Übereinstimmenden Medienberichten zu Folge würde die mit mehr als 40 Millionen Euro verschuldeten Dortmunder der Gang in die 2. Liga weitere 25 Millionen Euro kosten. Dieser Betrag setze sich aus den um die Hälfte reduzierten Fernsehgeldern (minus zehn Millionen Euro), Kürzungen der Sponsorengelder um rund elf Millionen Euro und weiteren fünf Millionen Euro Mindereinnahmen beim Ticketverkauf zusammen. Das berichteten der kicker und die Ruhr-Nachrichten. Ich bin mir absolut sicher, dass wir trotzdem eine Lizenz erhalten und ein Team stellen können, das allen Ansprüchen genügen würde, sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Doch bei 25 Millionen Euro weniger auf dem Konto werden bei den Sparmaßnahmen auch die Gehälter der Profis nicht ausgeklammert. Der Spieleretat soll von 26 auf 15 Millionen Euro zusammengestrichen werden. Da dürften die meisten Stammspieler nur schwer zu halten sein. Wer überhaupt mit in die 2. Liga gehen würde, ist unklar. Watzke betont, dass die Hälfte des Kaders einen Vertrag für die 2. Liga hat, räumte aber auch ein: Es gibt bei uns unterschiedliche Vertragsmodelle.

Um den drohenden Absturz zu vermeiden, wurde bei der Borussia in den vergangen drei Monaten zwei Mal der Trainerposten neu besetzt, mehrfach das Spielsystem geändert und Sonder-Trainingslager durchgeführt. Auch der erst seit drei Wochen amtierende Trainer Thomas Doll greift hart durch. Wir haben eine turbulente Woche vor uns, sagte der Coach nach dem 0:1 beim Tabellen-16. Bielefeld. Als Erstes degradierte Doll Lars Ricken wegen Formschwäche und Florian Kringe wegen unprofessioneller Spielvorbereitung zu den Amateuren.

Zudem strich der Coach am Montag kurzfristig allen Profis den freien Tag. Stattdessen beorderte er die Spieler - auch Ricken und Kringe - zum individuellen Laktattest. Von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr musste jeder Profi einzeln zu Fitnessüberprüfungen auf dem Laufband erscheinen. Eine ungewöhnliche Maßnahme, die dazu beitragen soll, dass der BVB auch die nächste Runde im Existenzkampf übersteht. Wir müssen uns der Situation stellen wie echte Kerle, forderte Doll.


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