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Österreich und Schweiz wollen EM-Prämien besteuern | 2007-04-02


Wien - Die EM-Gastgeber Österreich und Schweiz halten an ihrem Plan fest, für die bei dem Fußball-Turnier im Sommer 2008 ausgeschütteten Spielerprämien Steuern zu kassieren. Dies bestätigte ein Sprecher des österreichischen Finanzministeriums.

In den nächsten Monaten werde man gemeinsam mit den Schweizer Behörden Gespräche mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) führen und einen Modus entwickeln.

Portugal hatte den Profis bei der vergangenen Europameisterschaft im Jahr 2004 zugestanden, die Prämien in ihren Heimatländern zu versteuern. Die UEFA hatte die Schweiz und Österreich vehement darauf gedrängt, auch auf die Besteuerung am Austragungsort zu verzichten. Beide Co-Gastgeber hatten der UEFA jedoch eine Abfuhr erteilt.

Der ehemalige eidgenössische Bahn-Chef und jetzige EURO-2008-Delegierte der Schweizer Bundesregierung, Benedikt Weibel, hatte betont, dass eine Steuerbefreiung in der Schweiz gesetzeswidrig wäre. Ich freue mich zu hören, dass die UEFA offenbar geltendes Schweizer Recht einhalten will, sagte Weibel in einem Zeitungsinterview.

Kritik an der starren Haltung der UEFA kam zuletzt auch vom Internationalen Fußballverband (FIFA). FIFA-Präsident Joseph Blatter sagte bei einem Auftritt in der Schweiz, die FIFA habe sich bei der WM in Deutschland nie um Steuergeschenke bemüht. Wo du etwas verdienst, sollst du es auch versteuern, meinte Blatter. Bei Nationalmannschaften, deren Länder kein Steuerabkommen mit Deutschland hätten, habe die FIFA die Steuern von den Prämien abgezogen und dem deutschen Staat überwiesen.


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