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Fusion zum FC Kärnten neu nimmt Gestalt an | 2007-04-02


Wien - Nach der Punkte-Posse um den Grazer AK und der Rückzugs-Ankündigung des FC Superfund Pasching aus der ersten österreichischen Liga nimmt die Fusion des FC Pasching mit dem FC Kelag Kärnten zum FC Kärnten neu Gestalt an.

Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider erklärte am Montag vor Journalisten, er werde Pasching-Präsident Franz Grad noch heute ein schriftliches Angebot machen. Ein Gespräch mit FCK-Obmann Josef Steindorfer sei positiv verlaufen, man sei auf einem guten Weg, sagte Haider. Der Politiker will den derzeitigen Fußball-Zweitligisten FC Kärnten durch den Zusammenschluss mit Pasching ins Oberhaus hieven.

Bis Anfang Mai solle die Fusion perfekt sein, so Haider weiter. Die Zustimmung Steindorfers zu den Plänen sei so gut wie sicher, hieß es aus Kreisen des Fußballvereins. Pasching-Chef Grad relativierte zumindest Haiders Aussagen. Mehr als dass Kärnten will und wir zu Verhandlungen bereit sind, ist nicht, sagte Franz Grad dem ORF Radio Oberösterreich. Selbst wenn auch in Kärnten alle Dinge geklärt seien, müsse der Vorschlag noch in einer Generalversammlung abgesegnet werden. Und wenn es nicht zu einer Einigung mit Kärnten komme, werde Grad am Fahrplan festhalten - und aus der Bundesliga zur jetzigen Situation aussteigen.

Sollte der Zusammenschluss jedoch gelingen, könnte der FC Kärnten neu ab Herbst in der Bundesliga spielen. Zuletzt hatte Superfund Pasching angekündigt, aus Unmut über die Situation in der Bundesliga freiwillig aus der höchsten Spielklasse aussteigen zu wollen.

Zuvor hatte der Grazer AK per Einstweiliger Verfügung die wegen Insolvenz, Verstößen gegen Lizenzauflagen und ungeklärter Gehalts- Forderungen abgezogenen 28 Zähler wieder zugesprochen bekommen. Der Fußbal-Weltverband FIFA setzt bei der Klärung auf den Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB). Die FIFA steht in engem Kontakt mit dem ÖFB, der in dieser Sache federführend ist. Wir gehen davon aus, dass der ÖFB alle Schritte und Maßnahmen unternehmen wird, die sich im Einklang mit den FIFA-Statuten in dieser Angelegenheit als notwendig erweisen, sagte FIFA-Sprecher Andreas Herren. Sechs der 28 Grazer Punkte waren auf FIFA-Anordnung wegen ausstehender Gehalts-Forderungen eines Spieler aberkannt worden. Sollte Graz die Punkte nun doch behalten, droht dem EM-Gastgeber Ungemach durch die FIFA.


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