Abete neuer Präsident von Italiens Fußball-Verband | 2007-04-02
Rom - Giancarlo Abete ist neuer Präsident des italienischen Fußball-Verbandes FIGC. Der 56-Jährige wurde auf der Verbandsversammlung in Rom mit 266 von 271 Stimmen zum Nachfolger des kommissarischen Vorsitzenden Luca Pancalli gewählt.
Bereits von 1996 bis 2006 war der ehemalige Parlamentarier Abete FIGC-Vizepräsident. Er war zudem Delegationschef der erfolgreichen italienischen Nationalmannschaft bei der WM 2006 in Deutschland. Abete ist einer der wenigen Funktionäre in der FIGC-Führung, der unbeschadet aus dem Liga-Manipulationsskandal im vergangenen Sommer hervorgegangen war.
Ich werde der Präsident aller sein. Ich danke euch für das Vertrauen, das ihr mir ausgesprochen habt, sagte Abete in seiner Antrittsrede. Ihm stehen schwierige Monate bevor. Unter anderem entscheidet am 18. April die Europäische Fußball-Union (UEFA) über den Austragungsort der EM 2012, für die sich neben Kroatien/Ungarn und Polen/Ukraine auch die Italiener beworben haben.
Bis zu den jüngsten Gewalt-Exzessen im italienischen Fußball, bei denen in Catania ein Polizist ums Leben gekommen war, galt Italien als klarer Favorit für die EM-Ausrichtung. Abete muss nun die UEFA-Delegierten davon überzeugen, dass Italien mit Hilfe der Regierung in Rom die richtigen Maßnahmen im Kampf gegen die Gewalt getroffen hat.