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Außenseiter träumen vom Pokal-Ruhm | 2006-12-19


Düsseldorf - Die Außenseiter träumen vom Finale in Berlin. Zum Abschluss des Fußball-Jahres 2006 stehen die Kleinen im zweiten Teil des DFB-Pokal-Achtelfinals im Blickpunkt.

In der mit Spannung erwarteten Partie zwischen den Bundesligisten Alemannia Aachen und dem FC Bayern München hofft der Aufsteiger auf einen ähnlichen Coup wie im Februar 2004, als es als Zweitligist den Rekordmeister im Pokal ausschalten konnte. Mindestens ein Zweitliga-Club wird die Runde der letzten Acht erreichen, da Kickers Offenbach und Wacker Burghausen direkt aufeinander treffen. Doch auch der MSV Duisburg (bei Hannover 96) und die SpVgg Greuther Fürth (gegen den VfL Wolfsburg) wollen klassenhöheren Teams ein Bein stellen.

Ohne Torhüter Oliver Kahn tritt der FC Bayern in Aachen an, wo die Münchner vor knapp drei Jahren ihre letzte Pokal-Niederlage hinnehmen mussten. Wie schon im Erstrundenspiel beim FC St. Pauli vertritt Michael Rensing Stammkeeper Kahn und muss dabei wieder in einem Hexenkessel seine Klasse beweisen. Da zu spielen ist schon etwas Besonderes, sagte Münchens Schlussmann, der sein Team weiter in drei Wettbewerben halten will. Für die Gastgeber ist das Match gegen den Rekordmeister am ausverkauften Tivoli ein schöner Abschluss einer guten Hinrunde, dennoch ist den Aachenern völlig klar, wie die Rollen verteilt sind. Wir sind krasser Außenseiter, befand Jung- Nationalspieler Jan Schlaudraff.

Wir brauchen diese sportlichen Highlights und natürlich auch das Geld, sagte Duisburgs Clubchef Walter Hellmich vor der Partie in Hannover. Der Zweitliga-Dritte, der zuletzt 1998 im Pokal-Endspiel stand, reist selbstbewusst nach Niedersachsen. Wir wollen da nicht taktieren, sondern voll in die Offensive gehen, forderte MSV-Coach Rudi Bommer, der auf Markus Daun und Youssef Mokhtari verzichten muss. Hannovers Trainer Dieter Hecking ist gewarnt vor dem MSV. Das ist eine Elf mit Qualität und Erfahrung, urteilte der Coach.

Auch der VfL Wolfsburg, Finalist von 1995, steht erstmals seit fast fünf Jahren wieder im Achtelfinale und geht als Favorit in die Partie beim Tabellen-Neunten der 2. Liga, SpVgg Greuther Fürth. Das Spiel ist sehr wichtig für das Image des Vereins. Das wird kein Spaziergang, warnte VfL-Trainer Klaus Augenthaler. Verzichten muss er auf Stürmer Mike Hanke. Die Fürther sehnen einen versöhnlichen Schlusspunkt unter eine völlig verkorkste Hinserie herbei. Wir werden alles dafür tun, um mit einem positiven Resultat in die Winterpause zu gehen, versprach Fürths Profi Martin Lanig.

Vom Pokal-Ruhm träumen die Offenbacher Kickers, die 1970 den Pott gewannen und in der 2. Liga zuletzt mit vier Siegen die Abstiegsränge verlassen konnten. Im Heimspiel gegen Burghausen winkt den Hessen nun der Sprung ins Viertelfinale. Unser Ziel ist der krönende Abschluss und die nächste Runde. Wir wollen ein Fest feiern, sagte Trainer Wolfgang Frank. Aber auch Burghausen will seine Chance nutzen. Nach der Entlassung von Trainer Markus Schupp sitzt weiterhin Fred Arbinger als Interimscoach auf der Bank. Nach einer schwachen Hinrunde kann die Elf mit einem Erfolg erstmals das Pokal-Viertelfinale erreichen. Wir müssen versuchen, die Spieler noch einmal aufzupäppeln, sagte Manager Kurt Gaugler.


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