Hamburg - Das spanische Trio hat im Fußball-UEFA-Pokal das Tor zum Halbfinale aufgestoßen. Auf das überraschend klare 3:0 von CA Osasuna bei Bayer Leverkusen ließen Titelverteidiger FC Sevilla und Liga-Rivale Espanyol Barcelona jeweils knappe Heimsiege folgen.
Sevilla bezwang den englischen Vertreter Tottenham Hotspur mit 2:1 (2:1), Espanyol gewann 3:2 (2:0) gegen Benfica Lissabon. Im vierten Spiel des Tages rettete Werder Bremen ein torloses Remis bei AZ Alkmaar in den Niederlanden.
Vorjahressieger Sevilla tat sich gegen das Team aus dem Londoner Norden zunächst schwer. Spurs-Kapitän Robbie Keane schockte die Andalusier schon in der zweiten Minute mit dem Führungstreffer für die Gäste, als er auf Vorlage des Ex-Leverkuseners Dimitar Berbatow im zweiten Versuch traf. Stürmer Frédéric Kanouté, einst drei Jahre in Tottenham unter Vertrag, brachte die Hausherren mit einem unberechtigten Strafstoß zurück ins Spiel (20.). Eine Viertelstunde später traf der Russe Alexander Kershakow zum 2:1-Endstand.
Trotz der knappen Niederlage dürfen sich die Londoner jedoch für das Rückspiel im Stadion an der White Hart Lane berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen. Der Sieger des Duells trifft im Halbfinale voraussichtlich auf Osasuna, sollte Leverkusen nicht doch noch ein Fußball-Wunder gelingen.
Überschattet wurde die Partie in Sevilla von Ausschreitungen englischer Fans. Schon vor der Partie hatten sich 50 Tottenham-Anhänger vor dem Stadion mit Polizisten geprügelt. Während des Spiels rissen Zuschauer Sitzschalen ab und warfen sie auf Ordnungskräfte. Erst am Vortag hatte es am Rande des Champions-League-Spiels AS Rom gegen Manchester United schwere Zusammenstöße zwischen der Polizei und ManU-Anhängern gegeben.
In Barcelona war Espanyol lange das bessere Team und durfte beim zwischenzeitlichen 3:0 schon fast für das Halbfinale planen. Raúl Tamudo (15.), Albert Riera und Walter Pandiani (56.) trafen gegen ein schwaches Benfica-Team. Dann aber ließen Nuno Gomes (63.) und Simao (65.) mit ihrem Doppelschlag die Hoffnung der Portugiesen wieder wachsen. Im Halbfinale warten Bremen oder Alkmaar.
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