Verband droht Grazer AK mit Millionen-Forderung | 2007-04-06
Wien - Nach der Punkte-Posse um den Grazer AK droht der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) dem Verein mit einer Schadenersatzforderung in Millionhöhe.
Sollte der Fußball-Weltverband FIFA im Zuge der GAK-Affäre den ÖFB mit Sanktionen belegen, will der Landesverband den zu erwartenden Schaden unverzüglich gegenüber dem Bundesliga-Club geltend machen. Das beschloss die ÖFB-Spitze nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA bei einer Dringlichkeitssitzung. Ich möchte mit allem Nachdruck darauf hinweisen, dass diese Vorgehensweise zum Schutz des österreichischen Fußballs in seiner Gesamtheit notwendig war, sagte ÖFB-Präsident Friedrich Stickler.
Der Grazer AK hatte zuvor per Einstweiliger Verfügung die wegen Insolvenz, Verstößen gegen Lizenzauflagen und ungeklärter Gehaltsforderungen abgezogenen 28 Zähler wieder zugesprochen bekommen. Sechs Punkte waren dem GAK auf FIFA-Anordnung wegen ausstehender Gehalts- Forderungen eines Spieler aberkannt worden. Sollte Graz die Punkte nun doch behalten, droht dem EM-Gastgeber Ungemach durch die FIFA. In einem Fax hatte der Weltverband dem ÖFB Konsequenzen bis hin zur Suspendierung in Aussicht gestellt.
Die Höhe des zu erwartenden Schadens bei einer Bestrafung durch die FIFA wollte der ÖFB zunächst nicht beziffern. Der GAK signalisierte bereits Kompromissbereitschaft im Fall der sechs auf Anweisung der FIFA abgezogenen Punkte. Beide Seiten würden zu einer Lösung kommen, sagte Stickler.