Buenos Aires - Der alkoholkranke argentinische Ex-Fußballstar Diego Maradona hält sich nach Einschätzung eines seiner Ärzte für einen Gott.
Ich glaube, Maradona hält sich für einen Gott, und das könnte einer der Gründe für seine Probleme sein, sagte der Leiter der Klinik Güemes, Héctor Pezzella. Die Personen, mit denen sich Maradona umgebe, halte er hingegen nicht für so entscheidend bei der Gesundung des Patienten. Jeder suche sich die Menschen schließlich selbst aus, mit denen er zusammen ist, sagte der Arzt. Am wichtigsten sei es, dass Maradona sein Leben wirklich ändere.
Der Weltmeister von 1986 wird seit zwölf Tagen in dem Krankenhaus in der Hauptstadt Buenos Aires behandelt und leidet an einem Leberschaden durch Alkohol sowie unter starken Entzugserscheinungen. Die Beruhigungsmittel würden jedoch weiter gesenkt und der 46-Jährige leide schon nicht mehr so stark unter den Folgen des Alkoholentzuges. Zuletzt habe er ein Sandwich gegessen und sei von der Familie besucht worden. Nach Angaben Pezzellas könnte Maradona im Laufe der zweiten April-Woche aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Die größten Sorgen bereiten uns die ersten Tage Maradonas nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, wenn er wieder in den Alltagstrott zurückkehrt. Genau der muss sich ändern, um dann für die Gesundheit jedes Mal gefährlichere Rückfälle zu vermeiden, betonte Pezzella. Die Psychologen sprechen mit ihm, damit er künftig vorsichtiger ist, berichtete der Arzt.
Der früher kokainabhängige und stark übergewichtige Maradona hatte sich ab 2000 einer Drogentherapie auf Kuba und 2005 einer Operation zur Magenverkleinerung in Kolumbien unterzogen. Danach erholte er sich erstaunlich schnell und speckte etwa 50 Kilogramm ab. Am 4. April vor einer Woche wurde er jedoch nach einem Kreislaufkollaps gegen seinen Willen in das Krankenhaus gebracht. Er habe zu viel geraucht, sich wieder ein erhebliches Übergewicht angefuttert und durch exzessiven Alkoholkonsum einen Leberschaden zugezogen, teilten die Ärzte mit.
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