Buenos Aires - Nach fast zwei Wochen im Krankenhaus hat der alkoholkranke argentinische Ex-Fußballstar Diego Maradona die Klinik Güemes in der Hauptstadt Buenos Aires verlassen.
Nur wenige Tage später werde er aber gleich wieder zum Spiel zwischen seinem früheren Verein Boca Juniors und River Plate in dem berühmten Stadion Bombonera in Buenos Aires gehen, sagte der Weltmeister von 1986. Ich gehe ins Stadium notfalls am Tropf und im Krankenwagen, fügte er scherzend hinzu. Ansonsten sei er vollständig wiederhergestellt und werde alle Anweisungen der Ärzte befolgen, versprach der 46-Jährige in einem Telefoninterview mit dem Fernsehsender TyC Sports.
Die Ärzte empfahlen unterdessen dringend, die Behandlung der Alkoholsucht und ihrer Folgen auch zu Hause fortzusetzen. Ich glaube, Maradona hält sich für einen Gott, und das könnte einer der Gründe für seine Probleme sein, hatte der Leiter der Klinik, Héctor Pezzella, gesagt. Maradona beschwerte sich unterdessen über die Kosten der Behandlung. Ich muss 16 000 Dollar (12 500 Euro) bezahlen. Aber jetzt geht es mir gut und kann mich zu Hause erholen. Es ist völlig überflüssig, diesen Leuten weiter mein Geld zu schenken, polterte er.
Medien spekulierten, dass Maradona in der nahen Zukunft zu einer Kur in die Schweiz fliegen könnte. Darüber hatte sein Leibarzt Alfredo Cahe schon gesprochen, bevor der Patient mit einem Kreislaufkollaps am 28. März in die Klinik gebracht worden war. Dort war ein Leberschaden wegen exzessiven Alkoholkonsums festgestellt worden. Um die Entzugserscheinungen zu mildern, war Maradona mit starken Beruhigungsmitteln behandelt worden.
Der früher kokainabhängige und schwer übergewichtige Maradona hatte sich seit 2000 einer Drogentherapie auf Kuba und 2005 einer Operation zur Magenverkleinerung in Kolumbien unterzogen. Danach erholte er sich erstaunlich schnell und speckte etwa 50 Kilogramm ab. Dann aber habe er zu viel geraucht, sich wieder ein erhebliches Übergewicht angefuttert und unkontrolliert getrunken. Kokain nehme er aber nicht mehr, sagten die Ärzte.
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