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Schalkes Titeltraum geht weiter: 2:0 gegen Cottbus | 2007-04-21


Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 ist seinem großen Traum von der ersten deutschen Fußball-Meisterschaft nach 49 Jahren wieder ein gutes Stück näher gerückt. Mit dem verdienten 2:0 (0:0)- Arbeitssieg gegen den FC Energie Cottbus eroberten die Königsblauen die Tabellenführung zurück.

Vor 61 058 Zuschauern in der Veltins-Arena machten ein Eigentor von Energie-Profi Timo Rost (59.) und ein Treffer von Schalkes Kapitän Marcelo Bordon (64.) innerhalb von fünf Minuten den 11. Heimsieg des Revierclubs perfekt. Während Schalke mit dem Erfolg den alten Zwei-Punkte-Abstand zu Werder vier Spieltage vor dem Saisonende der Bundesliga wieder herstellte, verpassten es die Lausitzer, den Klassenverbleib endgültig zu sichern.

Unter dem Strich war es verdienter Erfolg. Auch wenn es vor allem in der ersten Halbzeit ein sehr hartes Stück Arbeit war. In der zweiten Spielhälfte haben wir dann den Druck und das Tempo erhöht. Wir wussten, dass wir es drauf haben, sagte Schalkes Trainer Mirko Slomka. Sein Cottbuser Kollege Petrik Sander war zwar ein wenig enttäuscht, räumte jedoch ein, dass es seiner Elf vor allem bei Kontern an Präzision gefehlt hat. Dennoch haben wir es Schalke so schwer wie möglich gemacht und 60 Minuten kaum Chancen zugelassen. Nach dem Rückstand nahm das Schicksal seinen Lauf.

Slomka musste kurzfristig auf Innenverteidiger Mladen Krstajic verzichten, der sich im Abschlusstraining einen Muskelfaserriss zugezogen hatte. Für ihn rückte Dario Rodriguez ins Team. Bei den Lausitzern kehrte Igor Mitreski zurück in die Startelf, für ihn musste wie erwartet der offensivere Ervin Skela auf die Bank. Die Gäste aus Cottbus, die zuletzt auswärts drei Mal in Serie gewinnen konnten, präsentierten sich in der Veltins-Arena wie erwartet sehr defensiv und kompakt. Schalke bemühte sich, von Beginn an Druck auszuüben, doch fehlte es zunächst an zündenden Ideen und großen Tormöglichkeiten. Für Gefahr sorgten allein zwei Distanzschüsse von Fabian Ernst (22.) und Hamit Altintop (34.).

Auch Freistoß-Möglichkeiten in Tornähe blieben ungenutzt. So zielten Christian Pander und auch der Brasilianer Lincoln jeweils klar vorbei. In der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten verweigerte Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin dem Gastgeber nach einer Attacke von Mitreski gegen Rodriguez den möglichen Elfmeterpfiff. Auch nach dem Wechsel präsentierten sich die Cottbuser als gut eingestellte und kompakte Einheit, so dass bei den technisch und spielerisch überlegenen Schalkern viel Geduld aufgebracht werden musste. Nach einem Konter hatten die Gäste sogar die Möglichkeit in Führung zu gehen, als eine missglückte Flanke von Rost an die Latte des Schalker Tors ging.

Nach knapp einer Stunde wurden die Angriffsbemühungen der Königsblauen dann endlich belohnt, auch wenn das Tor für Cottbus sehr unglücklich war. Denn nach einer Hereingabe von Hamit Altintop lenkte Rost den Ball aus drei Metern ins eigene Netz. Ich bin im vollen Sprint zum Ball gegangen und habe ihn mit der Fußspitze erwischt. Das war mehr als unglücklich, sagte der Pechvogel. Nur fünf Minuten später fiel die Entscheidung. Eine mustergültige Ecke verwertete Kapitän Bordon mit einem wuchtigen Kopfball zum 2:0. Danach ließ der Revierclub nichts mehr anbrennen. Allerdings musste Torhüter Manuel Neuer noch einmal gegen den eingewechselten Jiayi Shao und Rost ein Gegentor verhindern.


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