Frankfurt/Main - Fünf Tage nach dem Pokal-K.o. hat Eintracht Frankfurt im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga einen weiteren Rückschlag erlitten. Die Hessen verloren das Kellerduell gegen den VfL Bochum mit 0:3 (0:1).
Damit müssen sie mehr denn je um den Klassenverbleib zittern. Vor 47 962 Zuschauern erzielten Theofanis Gekas (32.), der im Sommer für vier Jahre zu Bayer Leverkusen wechseln wird, und Joel Epalle (58./69.) mit einem Doppelpack die Tore für die Gäste. Während Frankfurt mit 34 Punkten in der Tabelle auf Platz 14 abrutschte und nur noch einen Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz hat, verschafften sich die Bochumer mit nunmehr 36 Zählern etwas Luft.
Die erste Halbzeit war die schlechteste, seit ich hier Trainer bin. Zu viele Spieler waren nicht in der Form, um diesen Gegner zu schlagen. Wir sind der Verlierer des Spieltages, erklärte Eintracht- Trainer Friedhelm Funkel. Er hatte seine Startformation gegenüber der 0:4-Schlappe im Pokal-Halbfinale in Nürnberg gleich auf vier Positionen verändert, der gewünschte Effekt blieb jedoch aus.
Zwar setzten Naohiro Takahara (11.) mit einem Distanzschuss und Alexander Meier (17.) mit einem Schuss ans Außennetz in der Anfangsphase erste Ausrufezeichen, im weiteren Spielverlauf enttäuschten die Hausherren aber auf der ganzen Linie und wurden von den eigenen Fans mit gellenden Pfiffen verabschiedet. Damit müssen die Spieler leben, genauso wie ich mit den Funkel raus Rufen, sagte der Coach.
Kein Schwung, keine Ideen, keine Torgefahr - so lautete das Fazit aus Sicht der Frankfurter, die zu allem Überfluss den an der Leiste verletzten Stürmer Ioannis Amanatidis bereits nach 23 Minuten durch Michael Thurk ersetzen mussten. Zudem leisteten sich die nur Zweitliga-Format verkörpernden Gastgeber zahlreiche Stockfehler und Fehlpässe. Einer davon führte zum 0:1, als der bis dahin beste Frankfurter Aleksandar Vasoski mit einer zu kurzen Rückgabe Bochums Torjäger Gekas bediente, der Eintracht-Torwart Oka Nikolov umkurvte und zu seinem 18. Saisontor einschob.
In die zweite Hälfte starteten die Hessen verheißungsvoll. Gleich zwei Mal vereitelte VfL-Schlussmann Jaroslav Drobny bei Kopfbällen von Sotirios Kyrgiakos (53.) und Takahara (55.) den möglichen Ausgleich, den kurz darauf auch der freistehende Markus Weissenberger (57.) kläglich vergab. Dies rächte sich bitter, als Bochum mitten in der Frankfurter Drangperiode durch einen Flachschuss von Epalle zum 2:0 kam. Zuvor hatte der erschreckend schwach agierende Marko Rehmer den Ball verloren und die Gäste damit zum Konter eingeladen.
Der Treffer verfehlte seine Wirkung nicht, denn fortan rannten die Frankfurter blind an und damit endgültig ins Verderben. Bei einem Konter war erneut Epalle zur Stelle und sorgte für die Entscheidung. Wir haben verdient gewonnen und einen sehr wichtigen Auswärtssieg eingefahren, bilanzierte Gäste-Trainer Marcel Koller.
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