STREITFALL: Zum dritten Mal nacheinander wurde Eintracht Frankfurts Mittelfeldspieler Albert Streit von Trainer Friedhelm Funkel nicht in den Kader berufen. Der beste Torvorbereiter der Hessen habe sich im Training nicht angeboten, begründete Funkel die erneute Nichtberücksichtigung.
Er hat sich wie jeder an Spielregeln zu halten. Wenn er die nicht einhält, ist er nicht dabei. Er muss zeigen, dass er der Mannschaft helfen will, sagte Funkel. Streit, der in Frankfurt einen Vertrag bis Sommer 2009 besitzt und vor dem Spiel mit öffentlicher Kritik an Funkel zusätzlich Öl ins Feuer goss, soll dem Vernehmen nach mit einem Vereinswechsel liebäugeln.
GEHEIMNIS: Schalkes Ex-Manager Rudi Assauer lüftete jetzt ein lang gehütetes Geheimnis. Statt Uli Hoeneß sollte er eigentlich vor 28 Jahren Manager von Bayern München werden, verriet Assauer in seiner Talk-Sendung Sach et Rudi im TV-Sender Premiere. Der frühere Bayern-Präsident Wilhelm Neudecker habe ihm damals ein entsprechendes Angebot gemacht, sagte Assauer. Den bereits ausgearbeiteten Vertrag habe er noch heute bei seinen Unterlagen. Weil er aber noch in Bremen unter Vertrag stand - Werder kämpfte gegen den Abstieg - sagte Assauer ab. So wurde Hoeneß als zweite Wahl ins Amt gehievt. Assauer: Er hat es hervorragend gemacht. Ich hätte es nicht so weit gebracht.
RADTOUR: Anlässlich der Tour der Freundschaft ist am Samstag vor der Partie der Schalker gegen Cottbus der Gelsenkirchener Martin Miebach mit dem Fahrrad nach St. Petersburg aufgebrochen. Rund 2500 Kilometer über Usedom, Polen, Kaliningrad, Litauen, Lettland und Estland hat er vor der Brust. Am 20. Mai im Petrowsky-Stadion zur Partie des Schalker Kooperationspartners Zenit St. Petersburg gegen Rubin Kasan will Miebach vor Ort sein. Den umgekehrten Weg nimmt gleichzeitig ein russischer Radfahrer. Beide werden bei der Aktion unterstützt vom Schalker Hauptsponsor Gazprom.
SEGELAUSFLUG: Um ein paar Fragen im Aktuellen Sportstudio des ZDF zu beantworten, wurde Mario Gomez extra nach Valencia geflogen. Von dort aus wurde die Sendung wegen des Americas Cups übertragen. Für den verletzten Stürmer und Deutsch-Spanier des VfB Stuttgart war es ein Ausflug in bekannte Gefilde. Wir haben 90 Kilometer südlich von Valencia ein Haus und sind dort öfter im Urlaub, erklärte Gomez, der in drei bis vier Wochen wieder spielen will.
AUF DEM ABSPRUNG: Markus Babbel gehörte am Samstag nicht einmal zum Kader des VfB Stuttgart - und das gegen seinen früheren Verein. Der Ex-Nationalspieler beendet im Sommer seine Karriere und wird dann in den Trainerstab aufrücken. Für die VfB-Stadionzeitung hat er seine Allstar-Mannschaft aufgestellt, unter anderem mit Michael Owen, Mehmet Scholl, Jürgen Klinsmann, Timo Hildebrand - und Horst Heldt. Zur Zeit ein bisschen dick, aber ein ganz feiner Spieler, sagte Babbel über den VfB-Teammanager.
BESUCH AUS KÖLN: Überraschender Besuch beim FC Bayern München: Ein Fanclub des Fußball-Zweitligisten 1. FC Köln machte am Sonntag zwei Tage nach der 1:3-Niederlage der Rheinländer beim TSV 1860 München auf dem Vereinsgelände des deutschen Rekordmeisters Station, um Nationalspieler Lukas Podolski in ihrem Bus mit heim an den Rhein zu nehmen. In Sprechchören und auf einem Transparent (Poldi, kümm zoröck no Kölle) warben die FC-Fans um ihren verlorenen Liebling. Wir komm den Poldi holen, wir komm den Poldi holen, skandierten die Kölner Anhänger lauthals und prächtig gelaunt.
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