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Düsseldorf bleibt im Norden Überflieger | 2007-09-09


Leipzig - Jubelnde Zuschauer ganz oben bei Fortuna Düsseldorf, aufgebrachte Fans dagegen ganz unten bei Eintracht Braunschweig.

Während die Rheinländer nach dem 3:0 gegen den SC Verl weiter die Überflieger der Fußball-Regionalliga Nord und als einzige Mannschaft der drei höchsten deutschen Ligen ohne Gegentor sind, löste das 1:4-Debakel der Braunschweiger gegen den zweitplatzierten Wuppertaler SV heftige Fanproteste aus.

Der Zweitliga-Absteiger ist weiter ohne Sieg Tabellenletzter - und selbst Trainer Benno Möhlmann konnte die Krise nicht mehr wegreden. Das war ernüchternd, erklärte der Eintracht-Coach. Er selbst übernehme jedoch auch mit die Verantwortung für die Krise, da er das Team zusammengestellt habe.

Bereits zur Pause hatte ein Teil der Braunschweiger Anhänger das Stadion demonstrativ verlassen. Nach der Partie uferten die Proteste aus: Die Polizei musste angeblich sogar das Haus von Eintracht- Präsident Gerhard Glogowski vor wütenden Fans schützen.

Das war phasenweise ein Klassenunterschied, kommentierte Möhlmann die Partie und kritisierte: Die Mannschaft hat nicht die mentale Qualität. Besser liest sich hingegen die Statistik bei seinem Gegenüber. Seit Wolfgang Jerat beim WSV ist, gab es auswärts nur Erfolge - drei Siege in der alten, vier in der neuen Saison. Überragender Akteur beim 4:1-Sieg war wieder einmal Mahir Saglik, der sein Torekonto mit drei Treffern auf sechs erhöhte.

An der Tabellenspitze schwebt derweil Fortuna Düsseldorf auf Wolke sieben. Düsseldorfs Torwart Michael Melka musste nun schon 720 Minuten lang den Ball nicht mehr aus dem eigenen Netz holen und hat damit den Rekord des früheren Fortuna-Torhüters Jörg Schmadtke, der in der Saison 1992/93 708 Minuten ohne Gegentreffer geblieben war, gebrochen. Die drei Punkte von heute sind mir jedoch wichtiger, betonte Melka.

Fünf Treffer hat Pavel Dobry auf dem Konto und damit sämtliche Saisontore für Dynamo Dresden erzielt. Zwei Tore erzielte der Stürmer zum glücklichen 2:1-Erfolg am Samstag bei Rot-Weiß Ahlen. Wer die Tore schießt, ist egal. Wichtig war der zweite Auswärtssieg hintereinander, meinte der Tscheche. Ahlens Trainer Christian Wück haderte mit den Schiedsrichtern: Es gab zwei klare Fehlentscheidungen. Aber wir haben auch schlecht gespielt.

Umstritten war auch der Siegtreffer von Kickers Emden beim 1:0 über Energie Cottbus. Selbst Torschütze Rudolf Zedi gestand: Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass das kein Treffer war. Trotz des knappen Sieges belegen die Kickers weiterhin Platz vier, da Rot- Weiß Erfurt durch seinen 2:0-Sieg gegen Union Berlin wieder an den Ostfriesen vorbeizog.

Im Gegensatz zu Braunschweig kommt Rot-Weiß Essen als weiterer Zweitliga-Absteiger immer besser in Schwung. Das 3:1 beim SV Babelsberg war der zweite Sieg aus den vergangen drei Partien.


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