Berlin - Werder Bremens Manager Klaus Allofs hat eine Aufstockung des Fernsehgeldes gefordert, um mit der internationalen Konkurrenz mithalten zu können.
Der deutsche Fußball trete derzeit nicht mit den gleichen finanziellen Waffen gegen die Konkurrenten in Europa an, sagte Allofs im Deutschlandradio Kultur mit Blick auf die deutlich höheren Fußballetats in England, Frankreich, Spanien und Italien.
An der Zentralvermarktung der Bundesliga solle sich aber nichts ändern. Sie sei sinnvoll, weil dadurch die Schere innerhalb der Bundesliga nicht so weit auseinander gehe. Die Bundesliga muss interessant bleiben, so dass der Erste auch gegen den 18. verlieren kann. Das gehört zur Qualität der Bundesliga, sagte Allofs.
Der Werder-Manager begrüßte in dem Radio-Interview auch die Absetzung von 76 Spielen des Sächsischen Fußball-Verbandes als Reaktion auf die Krawalle in Leipzig. Ich glaube, dass das eine richtige Entscheidung ist, weil wir hier klare Grenzen setzen müssen, sagte der frühere Nationalspieler. Der Fußball in Deutschland habe sich sehr positiv entwickelt und müsse zeigen, dass er mit solchen Ausschreitungen nicht leben wolle.
Zur Vorbeugung von Gewalt fordert Allofs eine gezielte Fanbetreuung mit qualifiziertem Personal. Der Fußball dürfe mit den Betreuungskosten aber nicht allein gelassen werden. Die Finanzierung müssten der DFB und der Staat gemeinsam tragen. Der tiefere Grund für die Ausschreitungen in Ostdeutschland liege weniger im Abstieg ehemals erfolgreicher Vereine, sondern zu einem großen Teil darin, dass man mit der Lebenssituation in Ostdeutschland nicht zufrieden ist, sagte Allofs.
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