London - Der FC Chelsea marschiert auch ohne den verletzten Michael Ballack problemlos in Richtung Finale. Manchester United und der FC Arsenal müssen im englischen Fußball-Pokal hingegen wieder einmal nachsitzen und wollen sich nun gegen künftige Zusatzschichten wehren.
Man kann die Regeln nicht im laufenden Wettbewerb ändern, aber das ist ein Thema, mit dem man sich unbedingt beschäftigen muss, forderte Manchesters Co-Trainer Carlos Queiroz nach dem 1:1 seines Teams gegen Aufsteiger FC Reading im Pokalachtelfinale. Der frühere Coach von Real Madrid schloss sich damit Arsenal-Trainer Arsene Wenger an, dessen Team nach dem enttäuschenden 0:0 gegen die Blackburn Rovers wie schon in der vorigen Pokalrunde zu einem Kräfte zehrenden Wiederholungsspiel antreten muss.
Die im traditionsreichen FA-Cup wie üblich ohne den deutschen Nationalkeeper Jens Lehmann angetretenen Londoner verpassten im Emirates-Stadium den direkten Einzug ins Viertelfinale und spielen am 27. Februar nochmals gegen den UEFA-Cup-Gegner von Bayer Leverkusen. Trotz deutlicher Überlegenheit gelang Arsenal kein Treffer. Bester Mann war Rovers-Schlussmann Brad Friedel mit drei Glanzparaden in den letzten acht Minuten des Spiels. Im Arsenal-Tor stand wie in allen nationalen Pokalspielen Lehmann-Vertreter Manuel Almunia.
Manchester United muss zu einer zweiten Partie nach Reading reisen. Readings Brynjar Gunnarsson (67.) glich den Führungstreffer von Michael Carrick (45.) noch aus und sorgte somit für eine Pokal- Enttäuschung beim Tabellenführer. Sogar Steve Coppell, Reading-Coach und früherer ManU-Spieler, verstand die Terminsorgen der Spitzenclubs. Große Teams wollen keine Extra-Spiele, gerade wenn die wichtigen Entscheidungen im Europapokal anstehen. In England werden Spiele im FA-Cup wiederholt, wenn es nach 90 Minuten unentschieden steht.
Auf bestem Wege solcher Sorgen entledigt hat sich der FC Chelsea. Gegen den Zweitligisten Norwich City hatte der Ballack-Club keine Mühe und konnte sogar noch Mitleid mit dem unterlegenen Außenseiter haben. Die Niederlage war vielleicht ein bisschen heftig für Norwich, sagte der milde gestimmte Chelsea-Coach José Mourinho. Shaun Wright Phillips (39. Minute), Didier Drogba (51.) und die in der Startformation von Mourinho nicht berücksichtigten Andrej Schewtschenko und Michael Essien (jeweils 90.) sicherten mit ihren Toren den Erfolg. Der frühere Hamburger Khalid Boulahrouz hatte keinen Grund zur Freude. Bei seinem Comeback nach wochenlanger Verletzungspause musste der Niederländer kurz vor der Pause erneut mit einer Blessur ausgewechselt werden.
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