München - Mit Unverständnis, aber auch mit Erleichterung hat der FC Bayern München auf die Bestrafung von Mittelfeldspieler Mark van Bommel nach dessen provozierender Geste im Champions-League-Spiel bei Real Madrid reagiert.
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den Niederländer für das Achtelfinal-Rückspiel zwar mit einer Sperre belegt, diese aber zugleich für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. Ich bin nicht unzufrieden mit dem Urteil, kann aber auch nicht zufrieden sein. Das Wichtigste ist, dass ich mitspielen darf, sagte van Bommel dazu in München.
Ähnlich äußerte sich sein niederländischer Landsmann Roy Makaay. Für uns ist das Urteil gut: Ich hatte nicht erwartet, dass Mark gesperrt wird. Wir sind froh, dass er spielen kann, sagte Makaay. Trainer Ottmar Hitzfeld beurteilte die UEFA-Strafe zwiespältig: Mit dem Urteil kann man noch leben, obwohl ich es für überzogen halte.
Van Bommel hatte sein spätes Anschlusstor beim 2:3 im Hinspiel am 20. Februar in Madrid mit obszönen Gesten in Richtung Publikum gefeiert. Er hatte sich direkt nach dem Spiel für dieses Verhalten entschuldigt. Es sei nicht gegen das spanische Publikum, sondern nur gegen einige Real-Spieler gerichtet gewesen, erklärte van Bommel. Neben der Bewährungsstrafe hat die UEFA den 29-Jährigen zu 6200 Euro Geldstrafe verurteilt. Zudem muss er im Laufe dieses Jahres während eines Jugend-Turniers der UEFA für den Fair-Play-Gedanken werben.
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