Vier Monate Haft für Genua-Präsident Preziosi | 2007-03-02
Genua - Der Präsident des italienischen Fußball- Zweitligisten FC Genua, Enrico Preziosi, ist wegen Sportbetrugs zu vier Monaten Haft verurteilt worden.
Außerdem muss er 400 Euro Strafe an die Staatskasse und dem italienischen Fußballverband (FIGC) einen Schadenersatz in Höhe von 50 000 Euro zahlen. Preziosi soll nach Meinung des Gerichts zum Ende der Serie-B-Saison 2004/2005 einen Sieg seines Clubs gegen Venedig mit 250 000 Euro erkauft haben, um damit den Aufstieg in die Serie A zu sichern. Dieser Aufstieg wurde dem Club daraufhin vom FIGC verwehrt.
Zusammen mit Preziosi wurden sein Sohn Matteo, Genuas Ex- Sportdirektor Stefano Capozucca sowie Venedigs frühere Club-Manager Franco Dal Cin und Giuseppe Pagliara ebenfalls zu vier Monaten Haft verurteilt. Antreten müssen die Verurteilten die Gefängnisstrafe jedoch nicht.
Ich bin tief enttäuscht, weil ich zu Unrecht verurteilt wurde, sagte Preziosi. Sein Anwalt Andrea Vernazza kündigte an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. wir hatten auf einen anderen Ausgang gehofft, sagte Vernazza.