St. Pauli-Aufsichtsrat geht in die Offensive | 2007-03-02
Hamburg - Im Führungsstreit beim Fußball-Regionalligisten FC St. Pauli geht der Aufsichtsrat weiter in die Offensive. Am 5. März will das Gremium die Öffentlichkeit über seine Pläne für die Führung des Vereins informieren.
Dabei geht es auch um die Zukunft des Präsidenten Corny Littmann, der bereits seinen Rücktritt zum 26. März angekündigt hat. Der Aufsichtsrat will das dreiköpfige Präsidium um Littmann jedoch so schnell wie möglich entlassen, da eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich sei. Bereits bei der angekündigten Pressekonferenz könnte ein kommissarisches Präsidium vorgestellt werden.
Littmann, der in der Karibik urlaubt, wurde unterdessen von Aufsichtsrats-Chef Michael Burmeister per SMS und E-Mail über die Abruf-Pläne informiert. Eine Entlassung Littmanns ist laut Satzung ohne vorherige Anhörung nicht möglich. Littmann kündigte bereits eine Antwort in Abstimmung mit seinen beiden Vizepräsidenten, Marcus Schulz und Klaus Rummelhagen, an. Nach einer Anhörung könnte ihn der Aufsichtsrat mit einer Dreiviertel-Mehrheit entlassen. Littmann spekuliert im Machtkampf offenbar auf die von ihm noch für den 25. März - einen Tag vor dem Rückzug - einberufene Mitgliederversammlung.