Gelsenkirchen - Der ehemalige Bayern-Trainer Felix Magath sieht den FC Schalke 04 im Kampf um die deutsche Meisterschaft in der Favoritenrolle.
Von der Gesamtstimmung ist es so, dass der Titel vom Umfeld erzwungen wird. Aber es ist natürlich noch nichts entschieden. Es wird sicher noch ein paar unruhige Tage geben, bis sie die Schale hochheben können, sagte Magath, der vor gut vier Wochen bei Bayern München entlassen worden war, vor dem Heimspiel des Tabellenführers gegen den Hamburger SV in Gelsenkirchen. Aber nicht nur die Stimmung auf Schalke, auch die Qualität des Kaders spreche für den Revier-Club, sagte der 53-Jährige.
Gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber FC Bayern hegt er überhaupt keinen Groll. Wir haben uns sauber getrennt. Ich kann allen Verantwortlichen dort in die Augen schauen, sagte Magath, der in dieser Saison voraussichtlich kein Traineramt mehr übernehmen wird. Aus einem mittlerweile geschlossenen Vertrag als TV-Co-Kommentator könnte er aber aussteigen. Sollte der unwahrscheinlich Fall eintreten, dass mich der Hafer sticht, werden wir uns schon einig, sagte der Fußball-Lehrer.
Magath würde finanziell vom Titelgewinn der Münchner unter seinem Nachfolger Ottmar Hitzfeld noch profitieren. Er glaubt aber nicht, dass die Bayern noch ernsthaft in den Titelkampf eingreifen können: Sagen wir mal so. Verplant habe ich die Meisterprämie noch nicht.
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