Drei Spiele Platzsperre für Betis Sevilla | 2007-03-02
Madrid - Betis Sevilla darf wegen der Vorkommnisse beim Pokalspiel gegen den Lokalrivalen FC Sevilla seine nächsten drei Heimspiele in der spanischen Primera Division nicht mehr im eigenen Stadion austragen. Das entschied der spanische Fußball-Verband.
Er bestrafte damit vor allem den Flaschenwurf, bei dem in der 57. Minute des Viertelfinal-Rückspiels FC-Trainer Juande Ramos von einer mit Wasser und Eis gefüllten Plastikflasche im Nacken getroffen worden, die jemand aus dem Publikum geschleudert hatte.
Die Partie wurde beim Stand von 1:0 für den FC Sevilla abgebrochen. Die restlichen 33 Minuten sollen am 20. März im Stadion des Madrider Vorort-Clubs FC Getafe unter Ausschluss der Zuschauer nachgeholt werden. Offen ist noch, ob auch die in der Fremde auszutragenden Heimspiele von Betis ohne Fans stattfinden sollen.
Der Verband kündigte ferner an, disziplinarisch gegen die beiden Vereins-Präsidenten Pepe Leon (Betis) und Jose Maria del Nido (FC Sevilla) vorzugehen. Ihnen wird vorgeworfen, die Stimmung vor dem brisanten Duell zwischen den beiden verfeindeten Clubs angeheizt zu haben. Del Nido war selbst Ziel einer Attacke gewesen. Er war auf der Tribüne beschimpft und von einem Feuerzeug am Nasenbein verletzt worden.
Die Spieler des UEFA-Cup-Siegers FC Sevilla hatten vor dem Spiel ihre Umkleideräume wegen eines beißenden Gestanks zunächst gar nicht betreten können. Jemand hatte den Boden mit Natronlauge und Ammoniak geputzt.