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VfB nimmt Rückschlag gelassen hin | 2007-03-04


Leverkusen - Den Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft nahm der VfB Stuttgart betont gelassen und gewohnt bescheiden hin.

Wir sind doch froh, dass wir überhaupt oben dabei sind. Ich finde es klasse, dass Bayern und Bremen gewonnen haben. Das wird jetzt ein spannender Titelkampf, befand Teammanager Horst Heldt nach dem 1:3 (0:2) bei Bayer Leverkusen. Die zweite Niederlage für die Stuttgarter in diesem Jahr verhinderte den Sprung ganz nah an die Tabellenspitze, doch Trainer Armin Veh war nach einem sehenswerten Bundesliga-Spiel froh, dass sich andere Mannschaften in den Blickpunkt gespielt haben. Jetzt sind wir erst mal weg und drei Teams kämpfen um den Titel, sagte der VfB-Trainer augenzwinkernd.

So richtig niedergeschlagen ob der vergebenen Chance war er nicht. Wir haben nach dem 0:3 noch versucht, was zu reißen. Und auch wenn wir verloren haben, das war heute eine Werbung für den Fußball, sagte der Stuttgarter Coach, dessen Team nach den drei Gegentreffern von Andrej Woronin, Paul Freier und Juan noch etliche Möglichkeiten hatte. Doch außer Cacau, dem in der Schlussphase das 1:3 gelang, war kein VfB-Profi in der Lage, den neuen Bayer-Torhüter René Adler zu überwinden. Wenn der nicht so überragend hält, hätte es auch anders ausgehen können, meinte Veh. Der mit einer Oberschenkelverletzung pausierende Torjäger Mario Gomez wurde schmerzlich vermisst.

Kritisch mit der eigenen Leistung ging Timo Hildebrand um. Wir dürfen alle träumen, müssen aber auf dem Teppich bleiben. Um Deutscher Meister zu werden, muss man auch solche Spiele gewinnen, sagte der Stuttgarter Schlussmann. Zumal Tabellenführer Schalke 04 mit dem erneuten Patzer tags zuvor die Vorlage lieferte. Natürlich hätten wir gerne nach der Schalker Niederlage gewonnen. Aber nun ist es wichtig, dass wir im nächsten Spiel die richtige Reaktion zeigen, sagte VfB-Profi Ludovic Magnin. Immerhin ist der Punktabstand nach oben nicht größer geworden, meinte Teammanager Heldt.

Die Leverkusener hingegen haben sich mit den Erfolgen auf Schalke und gegen Stuttgart sowie dem Erreichen des UEFA-Cup-Achtelfinales innerhalb von zehn Tagen aller Sorgen entledigt. Wir können jetzt in einen richtigen Lauf kommen und zeigen, dass man mit uns noch rechnen kann, meinte Carsten Ramelow nach dem Sprung auf Platz sechs und einer der besten Saison-Leistungen. Damit haben wir uns noch mehr Selbstbewusstsein geholt. Das soll uns auch für den UEFA-Cup einen Schub geben, sagte der Bayer-Kapitän vor der Partie beim französischen Tabellenzweiten RC Lens.

Beachtlicher als die hohe Spielkultur der Leverkusener mit einem ausgezeichneten Bernd Schneider als Regisseur war die erneut überzeugende Vorstellung von Jung-Keeper Adler. Der von Trainer Skibbe als neue Nummer 1 auserkorene 22 Jahre alte Profi brachte die Schwaben in der Schlussphase fast zur Verzweiflung mit seinen blitzschnellen Reaktionen und mutigen Paraden. Damit hat er uns den Sieg gerettet, lobte Kapitän Ramelow seinen jungen Torhüter.

Er hat wieder ein tolles Spiel gemacht, lobte Skibbe. Aber auch bei der 3:0-Führung habe ich keinen vergnüglichen Nachmittag gehabt, sagte der Bayer-Coach, nachdem Adler mehrfach Kopf und Kragen riskieren musste. Wir können nicht erwarten, dass er in jedem Spiel fünf, sechs Möglichkeiten entschärft. Da müssen wir in der Defensive stabiler werden,forderte Leverkusens Trainer.


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