Malmö - Nach dem Auftaktsieg in der EM-Qualifikation gegen Nordirland haben die deutschen U 21-Junioren auch im Land des EM-Gastgebers mit dem 2:1-Sieg gegen Schweden bereits eine Duftmarke gesetzt.
Wir haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass wir 2009 in Schweden dabei sein wollen, befand DFB-Trainer Dieter Eilts. Dem mühevollen 3:0-Sieg in der Qualifikation folgte in Malmö ein überzeugender Erfolg gegen das Drei-Kronen-Team. Da haben wir in der ersten halben Stunde perfekten Fußball gespielt, so wie ich mir das vorstelle, sagte Eilts nach dem Prestige-Erfolg durch die schnellen Treffer von Rouwen Hennings (5.) und Baris Özbek (6.).
Auch Kapitän Eugen Polanski sieht nach dem Doppelsieg den kommenden Pflichtspiel-Aufgaben zuversichtlich entgegen. Wenn wir so über 90 Minuten spielen können, dann brauchen wir vor keinem Gegner Angst zu haben, meinte der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach. Zumal die deutsche Delegation auch noch die Kunde von der 0:1-Niederlage Israels in Moldawien erhielt. Israel, nächster Gegner in der EM-Qualifikation am 12. Oktober, gilt als hartnäckigster Konkurrent auf dem Weg zur Endrunde nach Schweden.
Zwei wichtige Erkenntnisse hat die Länderspielreise dem deutschen Trainerteam gebracht. Zum einen haben die gegen Schweden erstmals für die Startformation nominierten jüngeren Spieler Marko Marin (Borussia Mönchengladbach) und Mesut Özil (FC Schalke 04) die Offensive deutlich belebt, zum anderen präsentiert sich Hennings vom VfL Osnabrück als zuverlässiger Torjäger.
Der Mittelstürmer, der im Profi-Fußball noch ohne Torerfolg ist, trifft in der Junioren-Auswahl nach Belieben: Drei Treffer in den letzten drei Partien, insgesamt sogar sechs in zehn Spielen für die DFB-Elf. Das ist natürlich ein tolles Gefühl für einen Stürmer. Für mich ist es aber auch eine wichtige Erfahrung, auf hohem internationalen Niveau zu spielen. Das wird mich persönlich weiterbringen, sagte Hennings.
Als einzige Spitze profitierte der Stoßstürmer vor allem von den Ideen und Fähigkeiten der spielfreudigen Marin und Özil. Eilts bezeichnete die beiden Mittelfeldspieler als Alternativen, die zeigen, dass sie mithalten können. Dennoch hofft der Coach für die Spiele in Israel und gegen Moldawien (16. Oktober) auf die Rückkehr der Stammkräfte Sami Khedira, Serdar Tasci und Gonzalo Castro, die zuletzt auch für die A-Mannschaft nominiert wurden. Schließlich ist die EM-Teilnahme auch für Eilts, unter dessen Regie das Team erst ein Endrundenturnier erreichte, etwas besonderes. Es ist an der Zeit, das zweite Turnier zu spielen, sagte der DFB-Trainer.
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