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Mehrere mögliche Hildebrand-Nachfolger | 2006-12-21


Stuttgart - Nach den gescheiterten Vertragsverhandlungen von Nationaltorwart Timo Hildebrand beim VfB Stuttgart bringen sich die ersten möglichen Nachfolger in Position. Raphael Schäfer scheint einem Wechsel vom 1. FC Nürnberg an den Neckar nicht abgeneigt.

Falls die Stuttgarter wirklich Interesse an mir haben, höre ich mir das natürlich gerne an, sagte der 27-Jährige den Stuttgarter Nachrichten. Schäfer, der zur Zeit wegen eines Bänderanrisses pausiert, will bis Januar über eine Vertragsverlängerung beim Club entscheiden.

Ich hatte bisher gute Gespräche mit meinem Verein, aber der VfB wäre eine Alternative für mich. Weil der 1. FCN eine Option bis 2008 ziehen kann, würde der Torwart Ablöse kosten. Ablösefrei wären Robert Enke (Hannover 96), Markus Pröll (Eintracht Frankfurt) und Nationaltorwart Jens Lehmann, der sich nach seiner Zeit beim FC Arsenal noch ein Bundesliga-Comeback vorstellen kann, zu haben.

Allerdings wäre der ehemalige Dortmunder und Schalker mit seinen 37 Jahren keine zukunftsweisende Lösung, im Gegensatz zu Schäfer (27) oder Enke. Der 29-Jährige bekräftigte nach dem 1:0 im DFB-Pokal gegen Duisburg, zuerst mit Hannover verhandeln zu wollen. VfB-Teammanager Horst Heldt befindet sich wie die meisten seiner Kollegen im Weihnachtsurlaub und war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Wohin Timo Hildebrands Weg führt, ist noch nicht geklärt. Informationen des Südwestrundfunks, wonach der 27-Jährige in der spanischen Primera Division bereits einen Dreijahresvertrag unterschrieben haben soll, erhärteten sich ebenso wenig wie der genannte FC Valencia als neuer Verein Hildebrands. Spanische Medien hielten sich bedeckt, nur das Sportblatt Marca berichtete von Verhandlungen des FC-Managers Amadeo Carboni in Stuttgart.

Allerdings scheint in Valencia beschlossene Sache, dass ein zweiter Tormann dem 37 Jahre alten spanischen Nationalkeeper Santiago Canizares Konkurrenz machen soll. Canizares hatte seinen Vertrag erst bis 2009 verlängert.

Hildebrand hatte eine bis 19. Dezember gesetzte Frist des VfB sowie ein für den 22. Dezember angesetztes Gespräch platzen lassen. Daraufhin zogen die Schwaben ihr Angebot für eine Vertragsverlängerung zurück. In einer persönlichen Stellungnahme hatte Hildebrand, der seit 1996 für den VfB 205 Bundesliga-Spiele bestritt, erklärt, er lasse sich nicht unter Druck setzen. Bereits bei der Vertragsverlängerung 2005 hatte Hildebrand nach wochenlangem Hin und Her doch unterschrieben. Eine ähnliche Kehrtwende scheint diesmal jedoch ausgeschlossen.


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