Düsseldorf - Mit einem Gesprächsangebot an Chef-Kritiker Karl-Heinz Rummenigge will Theo Zwanziger im Streit um den Ausrüster der deutschen Fußball-Nationalmannschaft so schnell wie möglich die Wogen glätten.
Kritische Worte des DFB-Präsidenten an die Befürworter des bestehenden adidas-Engagements dürften zur Entspannung aber kaum beitragen. In ungewöhnlicher Deutlichkeit monierte Zwanziger die Einflussnahme des FC Bayern München zu Gunsten des bisherigen DFB-Ausrüsters. Was mir missfällt, ist das Strippenziehen, das da jetzt läuft, wer da jetzt so alles versucht, Einfluss zu nehmen, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der dpa.
Möglichst noch vor dem Länderspiel gegen die Schweiz am 7. Februar will sich Zwanziger mit Bayern-Boss Rummenigge treffen. Zwanziger: Es ist dringend Zeit für ein Gespräch. Aber wir müssen es zeitlich realisieren können. Mal sehen, ob wir es in den nächsten Tagen schaffen. Rummenigge hatte den DFB scharf attackiert und war besonders Teammanager Oliver Bierhoff für dessen angeblichen Einsatz für das 500 Millionen Euro-Angebot von Nike für acht Jahre ab 2011 angegangen. adidas zahlt derzeit etwa nur ein Sechstel des Betrages.
Zwanziger verteidigte den früheren Nike-Repräsentanten Bierhoff, der wegen der anhaltenden Diskussion sogar eine Rücktritt nicht ausgeschlossen hatte. Oliver Bierhoff verfolgt keine Interessen, sagte der DFB-Präsident, bestätigte aber, dass Bierhoff an künftigen Vertragsgesprächen nicht teilnehmen werde, da es bei adidas einen gewissen Unmut gegenüber seiner Person gibt.
Im Gegensatz zur adidas-Fraktion bescheinigte Zwanziger Nike eine saubere Vorgehensweise in der Auseinandersetzung. Von Nike habe ich noch niemanden gehört, der sich jetzt zu Wort meldet, um die Interessen öffentlich zu vertreten. Auch die von dem US-Unternehmen gesponserten Bundesligisten wie Hertha BSC hielten sich im Gegensatz zum adidas-Club FC Bayern zurück. Das Unternehmen aus Herzogenaurach ist mit zehn Prozent an der Bayern-AG beteiligt. adidas-Chef Herbert Hainer sitzt im Aufsichtsrat der Münchner.
Zwanziger verwies auf eine klare Verabredung mit adidas. Risse im Vertrauensverhältnis mit dem langjährigen Partner, der die DFB-Elf schon beim WM-Triumph 1954 ausgestattet hatte, sind aber längst nicht mehr zu übersehen. Nach Eingang der Nike-Offerte hatte der DFB die zuvor schriftlich angekündigte Vertragsverlängerung mit adidas bis ins Jahr 2014 in Frage gestellt und seine Position zuletzt durch ein Rechtsgutachten stützen lassen. Sollte adidas auf seiner Position beharren, wollen beide Seiten ein Schiedsgericht anrufen.
Es müssen sich nur alle an die Absprachen halten, sagte Zwanziger und forderte größtmögliche Ruhe bis zu einer Entscheidung. adidas könne die Diskussion ohnehin einfach beenden. Bei einem Angebot in gleicher Höhe wie die Nike-Offerte, verlängere sich der Vertrag mit dem DFB automatisch.
Verband ermittelt nach Münzwurf auf ManU-KeeperDie Nationalmannschaft: Alle Bundestrainer im ÜberblickHitzlsperger zeigt Interesse am VfB StuttgartDFB-Team auf Rang sieben der WeltranglisteMagath in München entlassen - Heynckes kapituliertWattenscheid schlägt 1. FC Köln II mit 4:2Voraussichtliche Aufstellungen zu Frankreich - SüdkoreaJörg Berger kein Trainerkandidat in SiegenExtra Fußball-BundesligaFehlentscheidungen: Englischer Schiri gesperrt1220 |
1189 |
1137 |
1943 |
1022 |
13262 |
13683 |
13669 |
13018 |
13009 |