Fürth - Für den VfL Wolfsburg war es der versöhnliche Abschluss einer verkorksten Hinrunde, für Trainer Klaus Augenthaler das letzte Argument für die anstehende Vertragsverlängerung.
Wenn der Verein bereit ist, ist es in fünf Minuten erledigt, sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten nach dem glanzlosen 3:1 (1:0)-Pflichtsieg im DFB-Pokal-Achtelfinale bei der SpVgg Greuther Fürth. Der Sieg beim harmlosen Zweitligisten brachte die Niedersachsen zum ersten Mal seit 1999 in die Runde der letzten Acht.
VfL-Manager Klaus Fuchs will nun endgültig die Weichen für eine weitere Zusammenarbeit mit Augenthaler stellen. Wenn ein Trainer gut arbeitet und die Mannschaft 100-prozentig erreicht, spricht doch nichts dagegen. Und das tut er, befand Fuchs. Zwar muss zunächst noch der Aufsichtsrat der Wolfsburger Grünes Licht für den neuen Kontrakt des seit einem Jahr amtierenden Trainers geben, doch eine Einigung scheint nur noch Formsache.
Überzeugend war beim Auftritt der Wölfe in Fürth allerdings nur das Ergebnis. Die Gäste taten vor 6600 Zuschauern nur das Nötigste. Jacek Krzynowek (17. Minute), Diego Klimowicz (56.) und Rick Hoogendorp (90.+3) stellten mit ihren Kontertoren den Sieg sicher, der kurz vor dem Ende nach dem Anschlusstreffer von Stefan Reisinger (83.) sogar noch einmal in Gefahr geriet. Hauptsache weiter. Ist doch egal, ob wir dabei schönen oder schlechten Fußball spielen, meinte Kapitän Kevin Hofland. Das Weiterkommen entschädigt für diese Hinrunde mit sehr vielen Problemen, ergänzte Augenthaler.
Vor allem die anhaltende Verletztenmisere machte dem Bundesliga-Zwölften das Leben in der ersten Saisonhälfte schwer. Schon am ersten Trainingstag hatte Spielmacher Marian Hristow einen Wadenbeinbruch erlitten, mit der gleichen Verletzung fällt der zu Wochenbeginn verpflichtete Mittelfeldspieler Julio dos Santos bis weit in die Rückrunde aus. Fuchs sucht bereits nach Ersatz für die Leihgabe des FC Bayern München. Wir müssen für das offensive Mittelfeld neu überlegen, werden aber keinen Schnellschuss machen, sagte er.
Für den Fürther Trainer Benno Möhlmann begann mit dem Achtelfinal- Aus endgültig die Abschiedstournee bei den Franken. Der 52-Jährige bekräftigte seine Absicht, den Verein am Saisonende zu verlassen. Ich lebe, was ich sage. In dieser Situation ist der Verein einfach gut beraten, einen neuen Trainer zu holen, sagte Möhlmann, der nur im Falle des Aufstiegs in Fürth geblieben wäre. Nach einer schwachen Hinrunde ist das Ziel Bundesliga schon fast außer Reichweite, die Pokal-Niederlage war ein weiterer Nackenschlag für den frustrierten Möhlmann. Es ist keine Schande, aber trotzdem eine Enttäuschung, räumte der Coach ein.
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