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Parreira: 2010 Trainer von WM-Gastgeber Südafrika | 2006-07-20


Rio de Janeiro - Der bisherige Coach der Fußball-Nationalmannschaft von Brasilien, Carlos Alberto Parreira, wird nach eigenen Angaben höchstwahrscheinlich den Trainerposten des nächsten WM-Gastgebers Südafrika übernehmen.

Das verriet der 63-Jährige der Onlineausgabe der Zeitung Estado de Sao Paulo. Es fehlten nur wenige Details zur Vertragsunterzeichnung, versicherte Parreira: Aber die Sache ist seriös, wirklich sehr seriös. Er werde seine neue Aufgabe nach einigen Monaten zum Ausruhen wohl schon Anfang 2007 übernehmen und die südafrikanische Auswahl mindestens bis zur Weltmeisterschaft 2010 betreuen.

Drei Wochen nach dem WM-Aus mit Brasilien mit dem 0:1 im Viertelfinale gegen Frankreich in Frankfurt/Main war Parreira am 19. Juli offiziell als Trainer der Seleçao zurückgetreten. Wie der Nationalverband CBF in Rio de Janeiro mitteilte, wolle Parreira sich nun ausruhen und seiner Familie und seinen Hobbys - darunter der Malerei - mehr Zeit widmen. Parreira hatte erklärt, er habe keine Pläne und keine offiziellen Angebote.

Es war unmöglich, zu bleiben. Brasilien ist eine Macht im Weltfußball und deshalb sind die Forderungen hier so intensiv. Das ist aber nichts Neues, erklärte Parreira die Situation beim entthronten Weltmeister.

CBF-Sprecher Rodrigo Paiva teilte mit, die Ernennung des neuen Nationalcoachs werde nicht lange auf sich warten lassen. Als Favoriten gelten der frühere Nationaltrainer Vanderlei Luxemburgo, der zur Zeit den FC Santos coacht, sowie Paulo Autuori, der mit dem FC Sao Paulo die Club-WM 2005 gewann und nun in Japan bei den Kashima Antlers arbeitet. Brasilien bestreitet bereits am 16. August ein Freundschaftsspiel in Norwegen.

1994 gewann Parreira mit Brasilien die WM in den USA. Insgesamt trainierte er Brasilien bei 127 Begegnungen. Dabei gab es 64 Siege, 39 Unentschieden und nur 14 Niederlagen. Parreira gilt als außergewöhnlich polyglotter Trainer und spricht gut Englisch. Bereits als junger Coach arbeitete er in Ghana. 1982 führte er Kuwait zur WM, 1990 die Vereinigten Arabischen Emirate und 1998 Saudi-Arabien. Nach dem glanzvollen Sieg beim Confed Cup im vergangenen Jahr in Deutschland war es ihm bei der WM nicht gelungen, mit der Startruppe um Ronaldinho und Ronaldo einen weiteren Coup zu landen.


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